Freitesten dauert Tage: Corona-Lockdown sperrt Chinesen im Disneyland ein

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Freitesten dauert Tage

Corona-Lockdown sperrt Chinesen im Disneyland ein

China fährt weiterhin eine Null-Covid-Strategie. Immer wieder werden auf Firmen- und Veranstaltungsgeländen blitzartig Lockdowns ausgerufen. Das bekommen nun auch die Besucher des Disneylands in Shanghai zu spüren.

Besucher des Disney-Freizeit- und Ferienparks in Shanghai sind von einem Corona-Lockdown überrascht worden. Sie dürften das Disney-Resort erst verlassen, wenn von den vor Ort gemachten Corona-Tests ein negatives Ergebnis vorliege, erklärte die Stadtverwaltung von Shanghai. Alle, die seit Donnerstag in dem Themenpark eintrafen, müssen demnach an drei aufeinanderfolgenden Tagen negativ auf das Coronavirus getestet werden. Die Besucher wurden überdies aufgerufen, “Gruppen-Aktivitäten” zu meiden.

Zuvor hatte Disneyland Shanghai mitgeteilt, dass der Park “in Übereinstimmung mit den Seuchenkontrollauflagen vorübergehend “mit sofortiger Wirkung geschlossen” werde. “Wir werden die Gäste informieren, sobald wir einen bestätigten Termin für die Wiederaufnahme des Betriebs haben”, hieß es weiter.

Zu dem 390 Hektar großen Themenpark gehören Shanghai Disneyland, Disneytown und der Wishing Star Park. Vor dem Lockdown war nach Angaben des Betreibers die Besucherzahl auf der Anlage wegen der geltenden Corona-Bestimmungen bereits eingeschränkt worden.

Corona-Fallzahlen im niedrigen Tausenderbereich

China ist die letzte große Volkswirtschaft, die eine strikte Null-Covid-Strategie verfolgt. Bereits bei einer geringen Anzahl von Corona-Infektionen verhängen die Behörden Lockdowns und ordnen Massentests und lange Quarantänen an. An diesem Montag wurden in dem bevölkerungsreichsten Land der Erde 2699 örtliche Corona-Ansteckungen registriert, darunter zehn asymptomatische Fälle in der Wirtschaftsmetropole Shanghai.

Die plötzlichen Lockdowns haben dazu geführt, dass Menschen aus Geschäften – darunter auch eine Filiale des schwedischen Möbelriesen Ikea in Shanghai – und von Arbeitsplätzen geflohen sind, um nicht eingeschlossen zu werden. In der ostchinesischen Metropole Zhengzhou hatten zuletzt Mitarbeiter des Apple-Zulieferers Foxconn nach einem Corona-Lockdown die Flucht ergriffen.

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