
Die Fortschritte beim Recycling von Materialien in der gesamten Europäischen Union waren im letzten Jahrzehnt nicht besonders groß.
Zwischen 2015 und 2024 stieg die Recyclingquote im gesamten Block nur um einen Prozentpunkt: von 11,2 % auf 12,2 %, so die neuesten Eurostat-Daten.
Bei der Vermeidung der Gewinnung neuer Rohstoffe ragt ein Land, die Niederlande, mit einer Quote von knapp 33 % heraus.
An zweiter Stelle liegt das benachbarte Belgien mit 22,7 %, gefolgt von Italien an dritter Stelle mit knapp 22 %.
Am Ende der Tabelle mit der niedrigsten Recyclingquote liegt Rumänien mit nur 1,3 %, gefolgt von Finnland und Irland mit jeweils 2 %.
Der EU-Plan für die Kreislaufwirtschaft hat sich für das Materialrecycling bis 2030 ein Ziel von 23,2 % gesetzt.
„Die Kreislaufwirtschaft ist ein wesentlicher Bestandteil einer umfassenderen Transformation der Industrie hin zu Klimaneutralität und langfristiger Wettbewerbsfähigkeit“, sagten die EU-Behörden. „Es kann zu erheblichen Materialeinsparungen entlang der Wertschöpfungsketten und Produktionsprozesse führen, Mehrwert schaffen und wirtschaftliche Chancen eröffnen.“
Angesichts der langsamen Wachstumsrate in den letzten zehn Jahren scheint dieses Ziel jedoch außer Reichweite zu sein.
„Der Einsatz von Primärmaterialien nimmt tendenziell stärker zu als der von Sekundärmaterialien, was eine ordnungsgemäße Steigerung der Kreislauffähigkeit erschwert“, Null AbfallLauriane Veillard, Beauftragte für chemisches Recycling, sagte gegenüber Europe in Motion.
„Während wir in (absoluten) Zahlen mehr Tonnen recyceln, steigt die Produktion schneller, sodass der resultierende Prozentsatz nicht besonders gut aussieht und in den letzten 10 Jahren bei 1 % liegt“, sagte sie.
Am Mittwoch sagte Stéphane Séjourné, Leiter der EU-Industriestrategie, dass Recycling von entscheidender Bedeutung sein werde, um die Abhängigkeit des Blocks von wichtigen Rohstoffimporten aus China zu verringern.
In sechs Ländern sind die Recyclingquoten im letzten Jahrzehnt gesunken, insbesondere in Polen (-4,2 %) und Finnland (-3,2 %).
Weitere Rückgänge, wenn auch langsamer, waren in Frankreich (-1,3 %), Spanien (-0,2 %), Irland (-0,1 %) und Rumänien (0,4 %) zu beobachten.
Andererseits verzeichnete Malta ein beachtliches Wachstum von 14 % bei recycelten Materialien. Auch Estland schnitt mit einem Plus von 9 % seit 2014 sehr gut ab, gefolgt von der Tschechischen Republik mit fast 8 %.
Bei der Untersuchung der verschiedenen Arten von recycelten Materialien weisen Metallerze mit 23,4 % den höchsten Kreislauffähigkeitsgrad auf, gefolgt von nichtmetallischen Mineralien mit 14,3 %.
Dahinter folgen Biomasse mit 9,9 % und fossile Energiematerialien bzw. -träger mit 3,8 %.












