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Sport

Was Winston-Salem als DFB-Quartier besonders macht

wochentlich.deBy wochentlich.de9 Juni 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Was Winston-Salem als DFB-Quartier besonders macht
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Heimat der Camel-Zigarette

In dieser US-Stadt wohnen die DFB-Stars bei der WM


08.06.2026 – 18:54 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kapelle der Wake Forest University: Im ruhigen Campus-Flair von Winston-Salem soll das DFB-Team Kraft tanken. (Quelle: Grant Halverson/getty-images-bilder)

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Deutsche Siedler, Camel-Zigaretten und viel Kultur: Winston-Salem beherbergt zur Fußball-WM 2026 das deutsche Team. Die idyllische Stadt hat aber auch ihre Schattenseiten.

Julian Nagelsmann zeigte sich begeistert. Als der Bundestrainer mit seinem Team am Montag in Winston-Salem eintraf, schwärmte er von der Atmosphäre vor Ort: „Wir finden hier tolle Bedingungen vor, sowohl auf dem Platz als auch außerhalb des grünen Rasens.“ Ruhe, Freundlichkeit, Sportsgeist – all das soll die 250.000-Einwohner-Stadt in North Carolina dem deutschen WM-Kader bieten.

Winston-Salem ist jedoch mehr als nur eine Trainingskulisse. Die Stadt verbindet deutsche Wurzeln, amerikanische Industriegeschichte und den Wandel zur Wissens- und Kulturmetropole, was auch soziale Spannungen mit sich bringt.

  • So wohnen die DFB-Stars bei der WM
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Eine greifbare Vergangenheit

Die Stadt liegt im sogenannten Piedmont von North Carolina, einer sanft hügeligen, grünen Landschaft zwischen der Atlantikküste und den Blue Ridge Mountains. Wer hierherkommt, erblickt breite Straßen, viel Grün, Backsteinfassaden, Campusflächen und eine überschaubare Innenstadt.

Die Spur zurück in die Geschichte von Winston-Salem führt überraschend nach Sachsen. Die Wurzeln der heutigen Stadt liegen in der Siedlung Salem, die 1766 von Mitgliedern der aus Sachsen stammenden Herrnhuter Brüdergemeine gegründet wurde. Diese protestantische Reformbewegung legte besonderen Wert auf Frömmigkeit und Gemeinschaft. Im Museumsdorf Old Salem ist diese Vergangenheit bis heute greifbar: schlichte Häuser, Handwerksbetriebe, Gärten, Kirchen, Backstuben.

Mit der University of North Carolina School of the Arts, mit der Wake Forest University, mit Museen, Galerien, Theatern und Musikangeboten bietet die Stadt ein ausgeprägtes Kulturleben. Zu den bekannten Sehenswürdigkeiten gehören die Kunstsammlung im Reynolds House und das Reynolds Building, das als architektonisches Vorbild für das Empire State Building gilt.

In der Wake Forest University, auf deren Sportplätzen die deutschen Spieler nun trainieren, haben einst zwei der bekanntesten Basketballer der US-amerikanischen Profiliga NBA ihre Karriere gestartet. Tim Duncan, fünffacher Meister mit den San Antonio Spurs, studierte hier ebenso wie Chris Paul, der zudem in Winston-Salem geboren wurde und später zu einem der prägenden Spielmacher seiner Generation aufstieg.

„Camel City“ und Kriminalität

Einst war Winston-Salem eine Tabakmetropole. Die hier beheimatete Zigarettenmarke Camel wurde zum Symbol der Stadt. Der Spitzname „Camel City“ ist bis heute geläufig, auch wenn die Industrie an Bedeutung eingebüßt hat.

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