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Panorama

Vulkan bricht aus: Riss mehrere Kilometer lang

wochentlich.deBy wochentlich.de19 Dezember 2023Keine Kommentare3 Mins Read
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Vulkan bricht aus: Riss mehrere Kilometer lang
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Vulkan bricht aus: Riss mehrere Kilometer lang


Aktualisiert am 19.12.2023 – 09:42 UhrLesedauer: 3 Min.

Aufnahmen des Vulkanausbruchs nahe Reykjavik. (Quelle: Reuters)

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Seit Wochen bereitet ein Magma-Tunnel im Südwesten Islands den Menschen Sorgen. Nun ist der Ernstfall eingetreten.

In Island ist nach starker seismischer Aktivität ein Vulkan ausgebrochen: Unweit der Hauptstadt Reykjavík schießt Lava an die Erdoberfläche. Der Ausbruch fand zwischen Sýlingarfell und Hagafell rund vier Kilometer nordöstlich von der Gemeinde Grindavík statt, wie der isländische Wetterdienst mitteilte.

Experten bestätigten t-online, dass Kameras vor Ort den Ausbruch des Vulkans Thorbjörn am Montagabend um 22.17 Uhr aufgezeichnet hatten. Die Eruptionsspalte wird den Berichten zufolge schnell breiter und ist nach neuesten Informationen (Stand: 4 Uhr) etwa vier Kilometer lang.

Experte spricht von „Worst-Case-Szenario“

Der Vulkanologe Thorvaldur Thordarson sprach im Nachrichtenmedium mbl.is von einem „Worst-Case-Szenario“. Der Ausbruch habe an dem denkbar schlechtesten Standort stattgefunden. Bereits vor mehreren Wochen hatte Thomas Walter, Vulkanologe am Helmholtz-Zentrum Potsdam, die Situation im Gespräch mit t-online erklärt. Den Ausbruch, den man beobachten kann, zähle zusammen mit den vergangenen drei Ausbrüchen zu dem Beginn einer ganzen Ausbruchsperiode. Lokale Wissenschaftler vermuten dies bereits seit dem ersten Ausbruch, so Walter. Eine solche Periode könne Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte andauern – so die Vermutung. Bisher habe es bei den Ausbrüchen keinerlei Tote gegeben. Vielmehr sorgten die letzten Ausbrüche für touristischen Aufschwung in der Region, so der Experte.

Video | Livestream zeigt sprudelnden Vulkan

Quelle: t-online

Der Geophysiker Björn Oddson teilte im isländischen Rundfunksender RÚV am Dienstagmorgen nach einer Lagebesprechung des Zivilschutzes mit, dass die Lava sich aktuell jedoch nicht auf den Ort Grindavík zubewege. „Es muss jedoch beobachtet werden, ob sich die Spalte weiter nach Süden ausdehnt“, so Oddson. Veränderungen in dieser Spalte stellten derzeit die größte Gefahr dar.

Den Berichten zufolge sind die Lavafontänen mehr als 200 Meter hoch. Auf Filmen und Fotos in den sozialen Medien waren orange-rot glühende Fontänen zu sehen, die in den dunklen Nachthimmel schossen und diesen hell erleuchteten.

Wichtige Straße gesperrt

Die Polizei hatte die Menschen noch am Montagabend aufgefordert, Grindavík zu verlassen. Schaulustige sollten sich dem Vulkan nicht nähern. Auch die Reykjanesbraut-Straße, die die Hauptstadt Reykjavík mit dem internationalen Flughafen Keflavík verbindet, wurde gesperrt.

Für die Luftfahrt wurde vorübergehend die rote Warnstufe ausgerufen, diese wurde dann aber wieder auf orange herabgestuft. Der Flughafenbetreiber Isavia erklärte auf seiner Website, derzeit gebe es bei Starts und Landungen am internationalen Hauptstadtflughafen Keflavík keinerlei Behinderungen.

Islands Präsident Gudni Jóhannesson schrieb auf Facebook, es sei noch unklar, welchen Schaden der Ausbruch anrichten könnte. Er bat die Menschen vor Ort, „in diesem gefährlichen Moment“ allen Empfehlungen der Rettungsdienste zu folgen. Regierungschefin Katrín Jakobsdóttir erklärte am Montagabend, sie sei in Gedanken bei der Bevölkerung der Gegend. „Wir hoffen das Beste, aber es ist klar, dass es sich um einen bedeutsamen Ausbruch handelt.“

Kristín Jónsdóttir, Leiterin der Abteilung Naturgefahren beim isländischen Wetteramt, sagte zu RÚV, dass der Beginn der Eruption die Wissenschaftler überrascht habe: „Es ging wirklich sehr schnell.“

Eindrucksvoll zu sehen ist das auf Luftbildern des Zivilschutzes und auf einem Video der Isländerin Aðalheiður Alla Halldórsdóttir aus dem rund 20 Kilometer westlich der Ausbruchstelle gelegenen Sandgerdi. „Mein Sohn fuhr gerade von unserem Haus weg und sah, wie es los ging und hat uns Bescheid gegeben“, sagte sie t-online. Die Straße aus ihrem Ort sei inzwischen gesperrt, Gefahr für sie bestehe aktuell nicht.

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