Nach wiederholten russischen Angriffen auf die Energieinfrastruktur sind weite Teile der Hauptstadt ohne stabilen Strom und Heizung. Der Strom kommt und geht, oft nur für ein paar Stunden am Tag, während die Temperaturen deutlich unter den Gefrierpunkt fallen.
Nach Angaben der Stadtverwaltung sind Hunderte Wohnblöcke seit Tagen ohne Heizung. Es kommt zu Notstromausfällen und Reparaturarbeiten werden durch die Kälte verlangsamt. Bürgermeister Vitali Klitschko bezeichnete die Situation als die schlimmste, mit der Kiew seit Jahren konfrontiert war.
Um damit fertig zu werden, haben sich die Bewohner an Notheizzentralen gewandt, die überall in der Stadt eingerichtet wurden. Dort versammeln sich Menschen, um sich aufzuwärmen, Telefone aufzuladen, heißes Wasser zu holen und Essen zu teilen. Andere drängen sich in die wenigen Wohnungen, die, wenn auch nur kurzzeitig, noch Strom haben. Trotz Erschöpfung und Frustration sagen viele, dass ihnen keine andere Wahl bleibt, als sich anzupassen und weiterzumachen.
