Sidos Papa verließ die Familie: „Ich bin es nicht wert, dass mein Vater mich anruft“ | Unterhaltung

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Gerade erst legte Sido (41) ein Drogen-Geständnis ab, erklärte zum ersten Mal öffentlich, warum die Ehe mit Moderatorin Charlotte Würdig (44) zerbrach. Drogen! Pillen, Liquid Ecstasy, Speed, Kokain. Sido hat nichts ausgelassen und seine Charlotte offenbar auch betrogen. Sie zog die Reißleine.

Jetzt geht der Rapper noch tiefer zurück in seine Vergangenheit und spricht über seinen Vater. Als Sido noch Paul hieß und drei Jahre alt war, da warf die Mutter den Vater raus. Seitdem herrscht Funkstille.

„Vor zwei Jahren hätte ich noch gesagt, ich bin glücklich, mir geht’s gut, ich brauche meinen Vater nicht, meine Mutter war immer da“, sagte der 41-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Doch mittlerweile ist Sido klar: „Dadurch, dass er nicht da war, war er einer der ersten Menschen, die in meinem Kopf geschrieben haben: ‚Ich bin es nicht wert, dass mein Vater mich zu meinem Geburtstag anruft‘“, sagt Sido. „Ich bin es meinem Vater nicht mal wert, dass er mal anruft und fragt ‚Wie geht es dir?‘“

Vor Jahren erzählte Sido bereits im BILD-Interview, wie er seinen Vater nur noch ein einziges Mal nach der Trennung wiedersah: An seinem 13. Geburtstag besuchte Sido ihn. „Der hat mir in Unterhose und Unterhemd die Tür aufgemacht, war völlig verwirrt“, erinnerte er sich damals. „Ich war total enttäuscht: Der sieht zehn Jahre lang seinen Sohn nicht, und dann das. Ich hatte danach nicht das Bedürfnis, ihn noch mal wiederzusehen.“

Dass er seinem Vater offenbar so wenig bedeutet, hat was mit Sido gemacht. Mit dem Gefühl von „wertlos sein“ habe er sein ganzes Leben lang gelebt, so der Rapper.

Sidos Vater verließ die Familie als Sido drei Jahre alt war. Seine Mutter zog ihn und seine Schwester alleine auf

Foto: shawnstein/instagram

Daher komme es sicher auch, „dass ich heute mit Erfolgen nicht richtig zufrieden sein kann“, glaubt der 41-Jährige.

Eine Sache, die ihm immer gefehlt hat: ein männliches Vorbild. „Was ist ein Mann? Wie muss ein Mann sein?“, habe sich Sido immer gefragt. „Ich wusste nur, so wie mein Vater ist es nicht, einer der nicht da ist, so sollte das nicht sein.“

Zu Beginn der Corona-Pandemie schlitterte Sido in eine tiefe Krise, versuchte sich exzessiv mit Drogen zu betäuben. „Es ist alles aus dem Ruder gelaufen. Am Ende saß ich in der Klapse“, verriet der Rapper im Interview mit dem „ Spiegel“.

Die letzten beiden Jahre habe er als sehr hart empfunden, erklärt Sido jetzt noch einmal im dpa-Interview. „Dieses Loch, was Corona in unser Leben gerissen hat, und die Zeit, die wir unfreiwillig hatten, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen.“

Mittlerweile hat Sido einen Drogenentzug und eine Therapie hinter sich gebracht. Seine Ex Charlotte, mit der er zwei Söhne (6 und 9) hat, hatte den Termin für seinen Aufenthalt in der Klinik gemacht. Das zeigt, wie sehr auch sie sich wünschte, dass Sido wieder auf die richtige Bahn kommt.

Sido und Charlotte haben 2012 geheiratet, galten acht Jahre lang als echtes Traumpaar. Im März 2020 gaben sie ihre Trennung bekannt

Sido und Charlotte haben 2012 geheiratet, galten acht Jahre lang als echtes Traumpaar. Im März 2020 gaben sie ihre Trennung bekannt

Foto: picture alliance / Bernd Kammerer

Trotz allem bereut Sido nichts, denn alles, was er durchgemacht hat, hat ihn auch verändert und stärker gemacht.

„Ich will die ganze Scheiße, die ich erlebt habe, nicht missen. Irgendwie gehört das dazu. Ich habe es überwunden, was mich auch stolz macht“, sagt der Rapper. „Sich das alles einzugestehen, das gehört für mich auch zur Definition von Männlichkeit dazu.“

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