Nach Robbie-Williams-Konzert: Parteien kritisieren Veranstalter

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Grünen-Rosa Liste stellt Anfrage an das Wirtschaftsreferat

Die Fraktion der Grünen-Rosa Liste hat inzwischen eine Anfrage an das Wirtschaftsreferat anlässlich des Verhaltens der Leutgeb Entertainment Group gestellt. Unter anderem will die Fraktion von Referent Clemens Baumgärtner (CSU) wissen, wie es den Vorgang bewerte, dass einem Journalisten die Akkreditierung für ein Konzert auf “Flächen, die zu 100 Prozent in öffentlicher Hand sind” entzogen wurde und ob dies aus dessen Sicht demokratischen Grundwerten entspreche.

Die Fraktion will außerdem erfahren, wie der Wirtschaftsreferent es bewerte, dass ein Veranstalter, mit dem er eng zusammenarbeite, Münchner Medienhäuser als “gesteuerte Schmierfink Medien” anspreche. Zudem fragen Grüne-Rosa Liste danach, wie in Zukunft gewährleistet werden könne, dass in städtischen Räumen die Pressefreiheit gewährt wird. Eine Anfrage des Bayerischen Rundfunks hat das Wirtschaftsreferat bislang noch nicht beantwortet.

Leutgeb schreibt von “gesteuerten Schmierfink Medien”

Die Leutgeb Entertainment Group hatte einem Journalisten, der im “Münchner Merkur” über das Helene-Fischer-Konzert am 20. August berichtet hatte, “Unwahrheiten und Panikmache” vorgeworfen. Der Zeitung wurde die Akkreditierung für das Robbie Williams-Konzert in der Messe München am 27. August entzogen. Der Bayerische Journalistenverband BJV kritisierte daraufhin Leutgeb Entertainment und zeigte sich irritiert über einen Facebook-Post des Veranstalters, der von “gesteuerten Schmierfink Medien” schrieb.

Der BJV stellte die Frage, ob die Stadt München, als Gesellschafter der Münchner Messe, auch in Zukunft mit dem Konzertveranstalter arbeiten wolle. Die Leutgeb Entertainment Group war erst kürzlich wegen eines umstrittenen und wieder abgesagten Rammstein-Silvesterkonzerts in München in die Schlagzeilen geraten.

Entschuldigung der Leutgeb Entertainment Group

Mittlerweile entschuldigte sich die Leutgeb Entertainment Group beim Verlag und der Chefredaktion persönlich, wie es in einem Facebook-Posting von Montagnachmittag heißt. Darin wird der Entzug der Akkreditierung als “sehr unangenehmer Zwischenfall” bezeichnet. “Wir haben den beiden Medien, Merkur und TZ die Akkreditierung entzogen! Hierfür haben wir uns bereits beim Verlag und der Chefredaktion persönlich entschuldigt! Es ist uns aber ein Anliegen dies auch nochmals öffentlich zu tun!”, heißt es in dem Posting. “Natürlich ist auch für uns die Pressefreiheit ein wichtiges Gut.”

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