Amira Pocher Zeugin im Prozess um Einbruch: „Seitdem keine ruhige Nacht mehr!“ | Regional

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Köln – Prominente Zeugen am Kölner Amtsgericht. Oliver (44) und Amira Pocher (30) ließen sich Mittwochmorgen wie jeder andere Besucher von Sicherheitsleuten kontrollieren. Hintergrund: das Ehepaar sagt im Prozess um einen Einbruch bei sich aus…

Amira Pocher wird von einer Justizbeamtin abgesucht

Foto: Mario Jüngling

Am 20. Januar 2022 war ein Einbrecher in das Haus von Pietro Lombardi in Köln eingestiegen, in dem die Familie Pocher zu dem Zeitpunkt wohnte… Ihr eigenes Zuhause war von der Flut stark beschädigt. Der Einbrecher stahl wertvollen Schmuck von Amira.

Oliver Pocher betritt am Morgen das Kölner Amtsgericht

Oliver Pocher betritt am Morgen das Kölner Amtsgericht

Foto: Federico Gambarini/dpa

Der angeklagte Alexandar J. (30; sagt selbst, er heiße Andrea und sei 28 Jahre alt) entschuldigte sich im Prozess für seine Tat. Er sei zufällig am Haus in dem Villenviertel vorbeigekommen und habe ein offenes Fenster gesehen. Dann sei er über die Garage ins Haus eingestiegen. „Im Badezimmer am Waschbecken sah ich die Sachen“, so sagt er aus.

Er habe sich Uhr und Kette geschnappt und sei aus demselben Fenster wieder herausgeklettert. Motivation für die Tat sei eine finanzielle Klemme gewesen, so sagt er, und behauptet, ein krankes Kind zu haben. Die Beute habe er dann in Belgien für rund 10 000 Euro verkauft. Im Haus der Pochers habe er niemanden gesehen.

Amira: „Ich habe seitdem riesige Panik.“

Amira Pocher sagte sichtlich aufgeregt und ergriffen im Prozess gegen den mutmaßlichen Einbrecher aus: „Ich habe seitdem keine ruhige Nach mehr!“ Ihre beiden Söhne (damals 1 und 2), die Nanny, Amiras Bruder und ein Freund seien im Haus gewesen, als der Fremde eingestiegen war. Die Kinder seien zu dem Zeitpunkt gerade im Erdgeschoss bettfertig gemacht worden. Sie selbst und Oliver seien unterwegs gewesen und gegen 22 Uhr nach Hause gekommen.

Der Angeklagte entschuldigte sich bei Gericht für seine Tat

Der Angeklagte entschuldigte sich bei Gericht für seine Tat

Foto: Dimitri Soibel

„Ich sah dann, dass mein Schmuck im Badezimmer nicht da war. Und auf dem Bett lagen offene Schmuckkästchen“, so Amira. „Ich rief Olli an und fragte ihn, was er mit meinem Schmuck gemacht hat.“ Eine Uhr, die 35 000 Euro wert gewesen sei, Cartier-Ohrringe und eine Kette seien gestohlen worden.

„Die Gegenstände sind mir inzwischen egal. Aber die Angst ist schlimm. Ich habe seitdem riesige Panik. Bei jedem Geräusch bekomme ich Herzrasen. Daher habe ich jetzt überall Kameras.“ Sie sei erleichtert, sagt Amira, dass es nicht ihr Haus gewesen sei und die Person nicht wisse, wo sie und ihre Familie wirklich wohnen. Ihre Kinder hätten zum Glück nichts mitbekommen von dem Einbrecher.

Im März sei die Familie frühzeitig wieder zurück in ihr eigenes Zuhause nicht weit entfernt gezogen, obwohl das Haus noch nicht fertig war. „Wir wollten dort nach dem Einbruch nicht blieben“, sagt Amira.

Von der Versicherung habe sie 50 000 Euro erstattet bekommen, der Wert des Schmucks läge bei 69 000 Euro.

Oliver: Der Einbruch war kein Zufall…

Oliver Pocher betonte bei Gericht, er bezweifle, dass der Täter zufällig im Viertel unterwegs war. „Man braucht Hilfsmittel, um auf die Garage zu kommen.“ Er gehe davon aus, dass die Gegend von dem Täter oder mehreren ausgeguckt worden sei.

Der Angeklagte sitzt seit etwa dreieinhalb Monaten in U-Haft. Er wurde aufgrund einer DNA-Spur überführt. Jetzt sprach das Gericht das Urteil: Der Einbrecher muss für ein Jahr und sechs Monate ins Gefängnis.

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