Ermittler hoffen auf neue Hinweise
Todesfahrt bei Braunschweig: Gutachter untersucht Wrack
26.10.2025 – 21:06 UhrLesedauer: 2 Min.
Nach dem Absturz eines Autos in den Mittellandkanal mit drei Toten sind noch viele Fragen offen. Ein Gutachten soll zeigen, was in den letzten Sekunden vor dem Crash geschah.
Nach dem schweren Unfall auf der B4 bei Braunschweig, bei dem drei Männer starben, bereiten die Ermittler die Untersuchung des Unfallwagens vor. Das stark beschädigte Auto war am Samstagabend nach stundenlanger Bergung aus dem Mittellandkanal gehoben worden. Ein Sachverständiger soll klären, wie der Wagen in den Gegenverkehr geraten konnte und was zum Absturz führte.
Nach Angaben der Polizei entzog sich der Fahrer zuvor einer Verkehrskontrolle. Die Beamten verloren das Fahrzeug aus den Augen; zum Zeitpunkt des Unfalls war kein Streifenwagen in der Nähe. Etwa zehn Minuten später meldeten Zeugen den Zusammenstoß an der B4 nahe dem Autobahnkreuz Braunschweig-Nord.
Bei dem Unfall kamen drei Männer ums Leben, zwei weitere Personen wurden schwer verletzt. Unter den Toten sind ein 25- und ein 31-Jähriger aus Kroatien, die Identität des dritten Mannes ist noch nicht abschließend geklärt. Nach bisherigen Erkenntnissen saß er am Steuer. Eine 47-jährige Frau und ihr 53-jähriger Begleiter aus Hamburg wurden schwer verletzt, der Mann schwebt weiter in Lebensgefahr.
„Kein Kollege hat so etwas schon erlebt“, sagte ein Feuerwehrsprecher über den komplizierten Einsatz. Das Wrack war erst mithilfe eines Spezialkrans aus Hannover geborgen worden. Taucher und Notfallseelsorger waren stundenlang im Einsatz, um die Leichen zu bergen und Zeugen zu betreuen.
Die Polizei will das Fahrzeug Anfang der Woche genauer untersuchen. Erst das Gutachten und mögliche Obduktionen sollen zeigen, warum der Fahrer flüchtete und wie es zu dem tödlichen Crash kam. Anschließend übernimmt die Staatsanwaltschaft die weiteren Ermittlungen.
