Vitamin A, Folsäure, Proteine
Sind Süßkartoffeln gesünder als Kartoffeln?
Aktualisiert am 03.04.2025 – 08:53 UhrLesedauer: 4 Min.
Die Süßkartoffel tritt gegen die Kartoffel an: Welche Knolle hat die besseren Nährwerte? In welcher steckt mehr Fett?
Die Süßkartoffel schmeckt leicht süßlich, ähnlich wie Karotte und Kürbis. Auch das Fruchtfleisch ist wegen des enthaltenen Beta-Carotins orange-gelblich. Es gibt allerdings auch weißliche und rosa bis violettfarbene Sorten.
In der Küche lässt sich die Süßkartoffel gut mit scharfen Komponenten kombinieren, beispielsweise in Currys. Das Windengewächs wird auch in Gebäck verwendet, als Ofengemüse zubereitet oder als Süßkartoffel-Pommes verkauft.
Süßkartoffeln stammen ursprünglich aus Mittel- und Südamerika und sind dort unter dem Namen „Batate“ bekannt. Im 16. Jahrhundert wurden sie von Christoph Kolumbus nach Europa gebracht. Die Süßkartoffel bevorzugt tropisches und subtropisches Klima und wächst das ganze Jahr über. Nach Kartoffeln und Maniok gehört sie zu den weltweit am meisten angebauten Knollengewächsen. In Europa wird sie vor allem in Italien, Portugal und Spanien herangezogen. Der Hauptproduzent der Süßkartoffel ist jedoch China.
Genau wie Kartoffeln lassen sich auch Süßkartoffeln vielfältig zubereiten. Sie schmecken gekocht, gebraten, gegrillt, gebacken, frittiert oder auch als Püree. Die Schale können Sie entfernen, aber auch problemlos mitessen. In den folgenden Rezepten geben wir Ihnen ein paar Anregungen, wie Sie Süßkartoffeln in Ihren Speiseplan integrieren können.
Süßkartoffeln gelten als sehr gesund und enthalten, wie die Kartoffel, wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Zink, Kalzium und viele Vitamine. Der Anteil von Beta-Carotin und Vitamin A ist bei der Süßkartoffel jedoch höher. Auch weist sie einen höheren Zucker- und Ballaststoffgehalt auf (3,1 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm, die Kartoffel hat hingegen nur 1 Gramm), weshalb die Süßkartoffel ein besserer Sattmacher ist als ihre Namensverwandte.
Kartoffeln haben demgegenüber eine höhere Konzentration an Folsäure und Phosphor. Das fördert die Gesundheit des Herzens, ist gut fürs Gehirn und die Knochen.
In puncto Kalorien, Fett, Kohlenhydrate und Proteine sind sich beide Knollen recht ähnlich. Sie enthalten nur wenig Fett und haben einen Brennwert von etwa 80 Kalorien pro 100 Gramm. Der Anteil an Kohlenhydraten beläuft sich auf etwa 20 Gramm. Die Kartoffel weist etwa zwei Gramm Proteine auf, die Süßkartoffel 1,6 Gramm. Außerdem stecken in beiden Knollen wichtige sekundäre Pflanzenstoffe wie Anthocyane. Sie haben eine antioxidative Wirkung, das heißt, sie binden im Körper freie Radikale. Zudem sollen sie entzündungshemmend und gefäßschützend wirken.
Im direkten Vergleich wird deutlich, dass beide Knollen gesund sind. Eine Entweder-Oder-Entscheidung müssen Sie beim Kochen also auf keinen Fall treffen. Ersetzen Sie doch einfach mal ein paar typische Kartoffel-Rezepte mit der Süßkartoffel-Variante, oder bereiten Sie die Gemüsesorten gemeinsam zu, etwa als Bratkartoffeln.
Anders als Speisekartoffeln schmecken Süßkartoffeln auch roh als Fingerfood oder im Salat. Allerdings sollten rohe Süßkartoffeln nur in Maßen gegessen werden, denn sie enthalten je nach Sorte viel Oxalsäure. Sie beeinflusst, wie gut der Körper wichtige Mineralstoffe wie Kalzium oder Magnesium aufnehmen kann.
Der Oxalsäuregehalt wird durch Kochen deutlich reduziert. Das Kochwasser sollte danach wegschüttet werden.
Pommes aus Kartoffeln sind ein altbekannter und beliebter Klassiker als Beilage. Für ein wenig Abwechslung im Ofen und in der Fritteuse sorgt die Variante mit Süßkartoffeln. Für ein Blech mit Süßkartoffel-Pommes sollten Sie diese Zutaten parat haben: