Sturz-Drama kostet Olympia-Medaille

Deutscher schwer enttäuscht: „Tut mir richtig fett leid“

Aktualisiert am 19.02.2026 – 15:24 UhrLesedauer: 2 Min.

Vinzenz Geiger am Boden: Dem Deutschen unterlief ein fataler Fehler. (Quelle: Kai Pfaffenbach/reuters)

Lange lagen die deutschen Kombinierer auf Medaillenkurs. Doch eine dramatische Szene machte alle Hoffnungen zunichte.

Die deutschen Nordischen Kombinierer erleben ein Olympia-Debakel und beenden die Winterspiele erstmals seit 1998 ohne Medaille. Trotz guter Gold-Aussichten nach dem Skispringen fielen Johannes Rydzek und Vinzenz Geiger im Langlaufrennen noch von der Spitzenposition auf Platz fünf zurück. Am Ende fehlten im Teamsprint 1:06,1 Minuten auf Gold.

Bis zur achten Runde gehörte Deutschland zur Spitzengruppe. Dann stürzte Geiger zweimal, kollidierte mit einem Konkurrenten und verlor wichtige Sekunden. Geiger war nach seinem Sturzdrama stinksauer. „Scheiße, ey“, brüllte der Oberstdorfer im Ziel und warf wütend seine Stöcke zur Seite, dann suchte er in den Armen des ebenfalls enttäuschten Johannes Rydzek Trost.

„Ich habe nicht viel gesehen, meine Brille war zu, dann bin ich in ein Loch reingefahren. Wenig später lag ich schon wieder“, sagte Geiger in der ARD: „Ich bin noch nie gestürzt. Das tut mir richtig fett leid. Wir haben so hart gearbeitet – und dann so ein blöder Fehler.“

Rydzek sagte: „Ich habe das Raunen im Publikum gehört und gedacht: Nein, bitte nicht. Aber doch. Aber das kann passieren. Man gewinnt und man verliert zusammen.“

Rydzek und Geiger mussten sich den siegreichen Norwegern Andreas Skoglund und Jens Luraas Oftebro sowie den Finnen Eero Hirvonen und Ilkka Herola geschlagen geben. Bronze ging an die Österreicher Stefan Rettenegger und Johannes Lamparter. Auch Italien zog noch vorbei.

Dabei hatte das Skispringen zunächst große Hoffnung auf einen deutschen Triumph gemacht. Im dichten Schneetreiben war Rydzek bei seinen wohl letzten Olympischen Spielen 123 Meter weit gesprungen, Geiger landete in Predazzo nach 122,5 Metern. Mit 13 Sekunden Vorsprung auf Norwegen ging das deutsche Duo ins Langlaufrennen.

Im Teamsprint laufen zwei Athleten pro Mannschaft im Wechsel. Jeder Sportler absolviert fünf Runden, die jeweils 1,5 Kilometer lang sind.

Schon die Einzel-Wettbewerbe auf der Normalschanze und auf der Großschanze in Predazzo waren ganz schlecht gelaufen. Vor allem im Skispringen hatte das Team von Bundestrainer Eric Frenzel große Probleme gehabt.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version