WM 2022: Verletzungs-Schock – Brasilien muss ohne Neymar auskommen

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Brasiliens Nationalteam muss in den verbleibenden zwei Gruppenspielen bei der WM in Katar auf Superstar Neymar verzichten. Wegen seiner Sprunggelenksverletzung kann der 30-Jährige sowohl gegen die Schweiz am Montag wie auch gegen Kamerun in einer Woche nicht zum Einsatz kommen, wie brasilianische Medien am Freitag übereinstimmend berichteten. Beim Angreifer von Paris St. Germain seien Bänder beschädigt worden, sagte Teamarzt Rodrigo Lasmar laut verschiedener Portale.

Gleiches gilt für Außenverteidiger Danilo, der sich beim 2:0-Auftaktsieg gegen Serbien ebenfalls am Sprunggelenk verletzt hatte. Beide Spieler waren am Freitag untersucht worden und sollen in den nächsten Tagen nun per Physiotherapie behandelt werden.

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Neymar hatte sich am Donnerstagabend gegen die Serben in der zweiten Halbzeit verletzt, anschließend war sein Knöchel stark geschwollen. „Er wird diese WM fortsetzen“, hatte Nationaltrainer Tite nach dem Spiel trotzig angekündigt. Teamarzt Lasmar sprach kurz nach der Partie von einer Verstauchung. Wie lange genau der Angreifer von Paris St. Germain nun ausfällt, blieb zunächst unklar.

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Die Verletzung nun passt gewissermaßen zum persönlichen Turnierfluch des Superstars. Beim Heim-Turnier 2014 hatte ihm der Kolumbianer Juan Camilo Zúñiga sein Knie derart heftig in den Rücken gerammt, dass er sich einen Wirbelbruch zuzog. Neymar verpasste das 1:7 gegen Deutschland im Halbfinale. 2018 reiste er nach einem Mittelfußbruch alles andere als in Topform zum Turnier in Russland, wo er primär durch seine Fallsucht auffiel. Brasilien schied im Viertelfinale aus. Beim Gewinn der Copa América 2019 fehlte er verletzt.

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16:29 Uhr: Holländer leitet deutsches WM-Spiel gegen Spanien

Der niederländische Schiedsrichter Danny Makkelie pfeift das zweite Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar. Wie der Weltverband Fifa am Freitag mitteilte, leitet der 39-Jährige die Begegnung gegen Spanien am Sonntag (20.00 Uhr, im Sport-Ticker der WELT) im Al-Bait Stadion von Al-Chaur.

Die Partie hat für Deutschland nach der Auftaktniederlage in Gruppe E gegen Japan (1:2) bereits vorentscheidenden Charakter. Bei einer weiteren Pleite droht wie schon beim Turnier 2018 in Russland das Aus in der Vorrunde.

Makkelie hatte die DFB-Elf bereits bei der EM im vergangenen Jahr gepfiffen. In dem Spiel im Achtelfinale war Deutschland gegen Gastgeber England mit 0:2 im Londoner Wembleystadion ausgeschieden.

15:59 Uhr: Der Gastgeber steht vor dem Aus

Gastgeber Katar steht vor dem frühen Aus. Der Asienmeister verlor trotz einer kleinen Leistungssteigerung auch sein zweites Gruppenspiel. Nach dem 1:3 (0:1) gegen Senegal dürfte Katar als erst zweiter WM-Ausrichter nach Südafrika (2010) die Vorrunde wohl nicht überstehen.

Bolaye Dia (41. Minute), Famara Diédhiou (48.) und Bamba Dieng (84.) nutzten die vielen Fehler der Gastgeber vor 41 797 Zuschauern und brachten den Afrikameister im Kampf um das Achtelfinal-Ticket zurück ins Geschäft. Für Katar traf der eingewechselte Mohammed Muntari zum zwischenzeitlichen 1:2 (78.).

15:07 Uhr: Englands Kapitän protestiert mit Luxusuhr in Regenbogen-Farben

Harry Kane hat ein dezentes und gut verstecktes Zeichen als Protest gegen die Behandlung von Homosexuellen in Katar gesetzt. Englands Kapitän trug auf dem Weg zum Spiel gegen den Iran am Montag (6:2) eine Luxusuhr in Regenbogen-Farben am Handgelenk. Erst jetzt wurde die Aktion entdeckt. Der Preis der Rolex Daytona Rainbow wird mit rund 600.000 Euro angegeben.

England gehörte zu den sieben europäischen Mannschaften, deren Kapitäne bei der WM als Zeichen der Solidarität mit homosexuellen Menschen mit der „One Love“-Binde auflaufen wollten. Die Fifa verbot die Geste jedoch. Kane hat sich offiziell nicht zu seiner Uhr und der Bedeutung geäußert.

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Vom Verbot der „One Love“-Binde hatte sich Kane enttäuscht gezeigt. „Die Entscheidung wurde aus meinen Händen genommen“, hatte der Stürmer nach dem Spiel gegen den Iran gesagt.

13:57 Uhr: Argentiniens Trainer: „Finale“ gegen Mexiko

Argentiniens Nationalspieler haben die bittere 1:2-Auftaktpleite gegen Saudi-Arabien nach Aussage von Angreifer Lautaro Martínez abgehakt. „Wir wissen, was wir wollen. Wir wissen, wie wir wieder aufstehen müssen“, sagte der 25 Jahre alte Profi von Inter Mailand bei der Pressekonferenz zu der Partie an diesem Samstag (20.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im Lusail-Stadion gegen Mexiko. Es werde DAS Spiel für sie. „Es ist wie ein Finale“, betonte Martínez. Bei einer Niederlage wären die Argentinier um Superstar Lionel Messi bei dessen letzter WM raus.

Die Pleite gegen die Saudis liege hinter ihnen, sagte Martínez. „Wir sind bereit für das kommende Match“, das sie auch aus einem weiteren Grund erst recht gewinnen wollen, nachdem sich am Freitag der Tod von Diego Maradona zum zweiten Mal jährte. Der Weltmeister von 1986 war am 25. November 2020 mit nur 60 Jahren gestorben. „Es ist natürlich ein trauriger Tag für alle von uns. Wir hoffen, dass wir morgen Freude bringen können“, sagte Martínez.

13:22 Uhr: Deutsche glauben nicht an Wende gegen Spanien

Fast die Hälfte der Erwachsenen in Deutschland geht vor dem Spiel gegen Spanien von einer weiteren Niederlage der deutschen Nationalmannschaft aus. 13 Prozent glauben stattdessen an ein Unentschieden, einen Sieg erwartet nur rund jeder Zehnte (11 Prozent). Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov. Mehr als die Hälfte der Befragten (55 Prozent) gab an, das Spiel gegen Spanien nicht live im Fernsehen verfolgen zu wollen. Lediglich jeder Dritte plant, die Partie live anzuschauen.

WM 2022 - Deutschland - Japan

Kai Havertz steht mit der Nationalmannschaft nach der Auftaktpleite gegen Japan schon mit dem Rücken zur Wand

Quelle: dpa/Federico Gambarini

Zuvor hatte die deutsche Nationalmannschaft ihr Auftaktmatch in Katar gegen Japan mit 1:2 verloren. Spanien hingegen gewann gegen Costa Rica mit 7:0. Um eine realistische Chance auf das Achtelfinale zu wahren, muss Deutschland gegen Spanien am Sonntag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) mindestens ein Remis schaffen. Bei einer Niederlage wäre die DFB-Elf ausgeschieden, wenn Japan mindestens einen Punkt gegen Costa Rica holt.

Die Niederlage gegen Japan hat bei den meisten Befragten unterdessen keine starken Gefühle ausgelöst. 36 Prozent gaben an, Gleichgültigkeit zu verspüren, überrascht von dem Ergebnis waren lediglich 7 Prozent.

13:09 Uhr: Streaming-Angebot von ARD und ZDF gewinnt an Interesse

Im Gegensatz zu den gefallenen TV-Quoten hat die Nutzung der Live-Streams im Internet bei der WM nach Angaben der ARD und des ZDF im Vergleich zur WM 2018 stark zugenommen. Wichtig sei bei der Gesamtbetrachtung des Interesses an der WM, auch die gestiegene Livestreaming-Nutzung zu berücksichtigen, sagte ARD-Sportkoordinator Axel Balkausky. „Viele Menschen haben, auch aufgrund der frühen Anstoßzeit, das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Japan im Stream bei ‚sportschau.de‘ und in der ARD Mediathek verfolgt“, erklärte er. Die Zahlen seien zwar nicht 1:1 mit den Zuschauerzahlen im TV vergleichbar, „sie geben aber dennoch einen wichtigen Hinweis auf das Gesamtinteresse“.

Nach ARD-Angaben vom Freitag waren die Streams auf „sportschau.de“ und in der Mediathek etwa 12,5 Millionen Mal abgerufen worden. Dies sei ein deutlicher Anstieg zur WM 2018, genaue Vergleichszahlen lagen aber nicht vor.

Auch beim ZDF wurde ein stärkerer Zugriff auf die Streaming-Angebote festgestellt. In der Mediathek seien die Abrufzahlen der Event-Livestreams jedoch „im Vergleich stark gestiegen“, sagte WM-Teamchef Christoph Hamm. Die verstärkte Streaming-Nutzung kann den Absturz der TV-Quoten von ARD und ZDF bei der umstrittenen WM in der Wüste aber weder ausgleichen noch damit allein erklären.

13:00 Uhr: Iran schlägt Wales

Irans Nationalmannschaft hat durch zwei späte Tore den ersten Sieg bei dieser WM gefeiert. Roozbeh Cheshmi (90.+8 Minute) und Ramin Rezaeian (90.+11) sorgten für das umjubelte 2:0 (0:0) gegen Wales und schockten damit das Team um Superstar Gareth Bale. Vor 40 875 Zuschauern im Ahmad bin Ali Stadion von Al-Rajjan hatte der Iran zuvor große Möglichkeiten vergeben. Bei Wales sah Torwart Wayne Hennessey (86.) in der Schlussphase die Rote Karte. Das Weiterkommen in Gruppe B ist nach zwei Spielen noch für beide Mannschaften möglich.

Kung-Fu-Foul leitet Irans spektakulären Last-Minute-Sieg ein – Die Highlights im Video

Der Iran wahrt die Chance aufs Achtelfinale mit einem verdienten Sieg über Wales. In einer spektakulären Schlussphase fliegt Wales‘ Torwart nach einem Kung-Fu-Foul vom Platz. Die entscheidenden Tore fallen erst spät in der Nachspielzeit. Die Highlights im Video.

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12:29: Bierhoff: „Es hat richtig rumort“

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat der Fehlstart der deutschen Nationalmannschaft mächtig aufgewühlt. „Nach dem Spiel hat es richtig bei mir rumort. Wir hatten das Spiel im Griff, hatten die Chancen und hätten uns belohnen müssen“, sagte der Nationalmannschafts-Direktor bei MagentaTV zum 1:2 gegen Japan. „Das ist unser erstes Endspiel“, sagte Bierhoff über das Spiel gegen Spanien.

Der seit 2004 amtierende Nationalmannschafts-Manager macht sich auch Gedanken zu einem negativen Turnierausgang. „Was bedeutet das für den deutschen Fußball? Was bedeutet das für die weitere Entwicklung? Was bedeutetet das für weitere Investitionen?“

12:03 Uhr: Scholz lobt deutsche Protestgeste

Bundeskanzler Olaf Scholz hat die deutschen Nationalspieler für deren „deutliches“ Zeichen gegen den Weltverband Fifa gelobt. Die Profis der DFB-Auswahl hatten sich vor dem ersten Spiel gegen Japan (1:2) beim Mannschaftsfoto demonstrativ die Hand vor den Mund gehalten, nachdem die FIFA das Tragen der „One Love“-Kapitänsbinde verboten hatte.

„Ich habe mich gefreut, dass unsere Fußballer ein Zeichen für eine offene Gesellschaft setzen wollten“, sagte Scholz (SPD) in einem „Focus“-Interview. „Und es bleibt festzuhalten: Die Spieler des deutschen Teams haben einen Weg gefunden, ein deutliches Zeichen zu setzen.“

11:39 Uhr: Lewandowski bleibt Polens Elfmeterschütze

Weltfußballer Robert Lewandowski bleibt auch nach seinem Fehlschuss vom Punkt beim 0:0 gegen Mexiko weiter der erste Elfmeterschütze Polens. „Robert ist weiterhin die Nummer 1. Er trifft die Entscheidung, ob er schießt oder es jemand anderem überlässt“, sagte Trainer Czeslaw Michniewicz bei einer Pressekonferenz vor dem zweiten Turnierspiel am Samstag (14.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Saudi-Arabien.

Lewandowski hatte gegen die Mexikaner einen an ihm verursachten Elfmeter verschossen. Es war erst der zweite Fehlschuss des 34-Jährigen im Nationaltrikot. Nach dem 0:0 gegen die Lateinamerikaner ist die Ausgangslage der Polen durch das 2:1 von Saudi-Arabien gegen Argentinien trotzdem nicht schlecht. Durch einen Sieg würde das Team um die Bundesliga-Spieler Robert Gumny (FC Augsburg) und Jakub Kaminski (VfL Wolfsburg) zumindest vorübergehend die Tabellenspitze der Gruppe C übernehmen. „Wir fühlen uns gut nach dem Spiel gegen Mexiko. Wir wissen, was wir besser tun können und müssen, aber auch, was wir gut gemacht haben. Wir sind total ruhig“, sagte Michniewicz.

10:58 Uhr: Irans Spieler singen die Hymne diesmal mit

Irans Nationalspieler haben auf ein weiteres stilles Statement verzichtet. Vor dem zweiten WM-Spiel gegen Wales sangen die elf Spieler auf dem Rasen geschlossen, wenn auch zurückhaltend die Nationalhymne mit. Auf den Tribünen waren erneut zahlreiche Fans mit Schildern, auf denen Protestbotschaften zu lesen waren, zu sehen. Ein Anhänger mit Fahne seines Landes weinte während der Hymne bitterlich.

Zum WM-Auftakt gegen England hatten die Spieler während der Hymne geschwiegen. Iranische Aktivisten sahen darin eine Geste der Unterstützung für die landesweiten Proteste gegen die autoritäre Regierung im Land. Das iranische Staatsfernsehen unterbrach die Übertragung. In den vergangenen Tagen war über drohende drastische Sanktionen und einen erhöhten Druck auf die Profis von Seiten der Regierung berichtet worden.

Irans Spieler singen die Nationalhymne

Irans Spieler singen die Nationalhymne

Quelle: Getty Images/Catherine Ivill

Den Spielern sind mögliche Konsequenzen in ihrer Heimat bewusst. Gleichzeitig hatten viele Anhänger der Protestbewegung Irans Team Melli in den vergangenen Wochen scharf kritisiert. Vor allem ein Foto mit Präsident Ebrahim Raisi in ausgelassener Stimmung hatte kurz vor Abflug für Empörung gesorgt. Zu spät und zu klein sei die Aktion dann auf dem Spielfeld gewesen, bemängelten die Kritiker.

10:55 Uhr: DFB ersetzt Rewe durch „One Love“-Logo

Der Deutsche Fußball-Bund hat auf die Trennung von Sponsor Rewe reagiert. Der Verband hat im Trainingszentrum „Al Shamal“ in Katar das Logo des Lebensmittelhändlers entfernt. Stattdessen ist bei Interviews und Pressekonferenzen jetzt das „One Love“-Logo hinter den Spielern und Verantwortlichen zu sehen.

„Der DFB hat durch die Entscheidung eines Partners, sechs Wochen vor dem eigentlichen Vertragsende auf Werbemittel zu verzichten, die Chance erhalten, auch im Rahmen der fast täglichen Pressekonferenzen in Katar mit der „One Love“-Botschaft seine Haltung auszudrücken“, teilte der DFB der BILD mit.

Das „One Love“-Logo wird ab sofort im Mannschaftsquartier der Deutschen präsent sein

Das “One Love”-Logo wird ab sofort im Mannschaftsquartier der Deutschen präsent sein

Quelle: dpa/Bruno Fahy

Rewe hatte die Kooperation mit dem DFB beendet, nachdem sich der Verband unter dem Druck der Fifa gegen das Tragen einer „One Love“-Binde im Spiel gegen Japan (1:2) entschieden hatte. Der Vertrag wäre ohnehin am Jahresende ausgelaufen. Alle anderen Sponsoren hatten ihre Kooperation mit dem Verband fortgesetzt. Innenministerin Nancy Faeser hatte beim Japan-Spiel auf der Tribüne die Binde getragen.

10:42 Uhr: Coman verpasst Training

Nächster kurzer Schreckmoment für den FC Bayern München: Der Franzose Kingsley Coman hat nach Medienberichten nach kurzer Aufwärmphase am Donnerstagabend nicht am Geheimtraining der Franzosen teilgenommen. Bei dem Flügelstürmer, der beim 4:1 gegen Australien zum Auftakt eingewechselt wurde, soll es sich aber nicht um akute Probleme handeln, sondern um eine Belastungssteuerung wegen anhaltender Adduktoren-Beschwerden. Es wird damit gerechnet, dass er im zweiten Gruppenspiel gegen Dänemark am Samstag (17.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) im Kader stehen kann.

France Training Session and Press Conference - FIFA World Cup Qatar 2022

Kingsley Coman verpasste große Teile des Trainings am Donnerstag

Quelle: Getty Images/Christopher Lee

Französische Medien berichten zudem, dass Bayern-Spieler Benjamin Pavard seinen Platz als Rechtsverteidiger für das Spiel gegen Dänemark verlieren könnte. Nationaltrainer Didier Deschamps sei nicht mit dessen taktischer Leistung gegen Australien einverstanden gewesen, zudem habe sich Vordermann Ousmane Dembélé über mangelnde Unterstützung beklagt. Deschamps äußerte sich dazu nicht konkret. „Wir haben gegen Australien vier Chancen zugelassen. Sie können sagen, das sind vier zu viel“, antwortete er auf der Pressekonferenz einem Journalisten: „Sie können auch darüber spekulieren, ob wir links oder rechts etwas verändern müssen. Ich treffe meine Entscheidung.“

9:45 Uhr: Großer Andrang auf Metrostationen

Für Milliarden hat das Emirat Katar seine Infrastruktur ausgebaut, um auch für die WM gerüstet zu sein. Dennoch war das moderne U-Bahn-Netz während des Turniers zu Spitzenzeiten mehrfach überfordert. Am Donnerstagabend wurde die Metro-Station am Suk Wakif, dem beliebten Altstadtviertel der Hauptstadt Doha, wegen des Andrangs vorübergehend gesperrt. Fußballfans mussten eine Stunde und länger warten, um in den Zug zu kommen. Der Andrang in der Metro war auch deshalb so groß, weil sich gleichzeitig Anhänger aus dem Stadion 974 nach dem Spiel von Portugal gegen Ghana auf dem Rückweg befanden.

Ähnlich hatte die Situation am Mittwochabend an der Metro-Station neben dem Fan-Fest mit Großbildleinwand an Dohas Corniche ausgesehen. Auch diese wurde zeitweise gesperrt, weil zu viele Menschen unterwegs waren. Fans mussten zu Fuß zur nächstgelegenen Haltestelle laufen – fast drei Kilometer entfernt. Am Suk Wakif und dem Fan-Fest kommt es immer wieder zu großem Andrang, weil sie zu den wenigen Orten zählen, an denen Fußballfans zusammenkommen können.

9:24 Uhr: TV-Quoten weiter schwach

Die Live-Übertragung des Brasilien-Sieges ist das dritte Spiel der WM über der Fünf-Millionen-Marke, bestätigt aber das geringe Interesse der TV-Zuschauer im Vergleich zu früheren Turnieren. 5,019 Millionen Menschen sahen am Donnerstagabend im Durchschnitt das 2:0 der Seleção gegen Serbien im ZDF. Das ergab nach Angaben des Senders einen Marktanteil von 19,1. Das Spiel blieb damit hinter Quoten-Sieger „Der Flensburg-Krimi„ in der ARD mit 5,903 Millionen und 22,3 Prozent zurück.

Zum gleichen Zeitpunkt der WM in Russland vor vier Jahren hatte es bereits mehrere Partien mit Zuschauerzahlen von mehr als zehn Millionen gegeben. Die Telekom, die alle Spiele der WM in Katar überträgt, veröffentlicht keine Zahlen.

9:15 Uhr: Lahm kritisiert Flicks Wechsel

Philipp Lahm sieht die Nationalmannschaft nach der aus seiner Sicht unnötigen 1:2-Niederlage gegen Japan nun „brutal unter Druck“. „Da sind jetzt die Jungs gefordert, die solche oder ähnliche Situationen in ihren Clubs schon zigfach erlebt haben“, schrieb der 39-Jährige in seiner Kolumne für das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vor dem Spiel gegen Spanien am Sonntag (20.00 Uhr/ZDF und MagentaTV).

Zudem kritisierte der Kapitän des deutschen Weltmeister-Teams von 2014 die Personalentscheidungen von Bundestrainer Hansi Flick. „Das habe ich nicht verstanden“, sagte Lahm über die Auswechslungen von Ilkay Gündogan, Thomas Müller und Jamal Musiala. „Über eine Stunde hatten wir das Spiel eigentlich gut im Griff, dann kam der Bruch, auch durch die Auswechslungen, die ich ehrlicherweise nicht ganz nachvollziehen konnte.“ Besonders beim zweiten Gegentor durch Takuma Asano unterstellte Lahm der deutschen Defensive fehlende Gier. „Das war eine Aneinanderreihung von Fehlern, da fehlte die Abstimmung“, sagte Lahm. „Wenn ich an Jérôme Boateng oder Benedikt Höwedes 2014 denke – die hatten die Gier, jeden Zweikampf zu gewinnen. Genau das habe ich in den entscheidenden Situationen vermisst.“

8:40 Uhr: Neymar meldet sich

Brasiliens Superstar Neymar hat die Hoffnung auf ein WM-Comeback offenbar längst nicht aufgegeben. Nach seiner Sprunggelenksverletzung beim 2:0-Auftaktsieg gegen Serbien meldete sich der 30-Jährige via Instagram mit einem philosophischen Post. „Glauben haben“, lautete die Überschrift der Buchseite, die der Angreifer von Paris Saint-Germain in der Nacht zu Freitag postete. „Das ist daran zu glauben, dass alles trotz Chaos gut sein wird. Das ist die Sicherheit, dass das Beste noch bevorsteht. Es ist das Verständnis dafür, dass alles seine Zeit hat“, hieß es unter anderem darin.

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7:17 Uhr: Ronaldo spricht über Aus bei Manchester United

Superstar Cristiano Ronaldo hat sich mit seinem Aus beim englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United schnell abgefunden. „In dieser Woche haben wir das Kapitel geschlossen. Der Rest ist egal“, sagte der 37-Jährige. United und der portugiesische Nationalspieler hatten sich am Dienstag, zwei Tage vor dessen WM-Auftakt, einvernehmlich getrennt. Vorausgegangen war ein Interview des Offensivspielers, in dem er unter anderem mit seinen Mitspielern abgerechnet hatte.

Cristiano Ronaldo hat sein Aus bei Manchester United schnell verdaut

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Quelle: dpa/Tom Weller

Die WM kann Ronaldo nun zur Bühne bei der Klubsuche nutzen. Der Auftakt war mit dem 3:2 gegen Ghana bereits vielversprechend. Ronaldo schoss das erste Tor des Spiels per Foulelfmeter und wurde zum ersten Fußballer, der bei fünf Weltmeisterschaften getroffen hatte. Sein Trainer Fernando Santos bezeichnete ihn als Phänomen und Legende: „In 50 Jahren werden wir noch über ihn reden.“

6:01 Uhr: Hernandez erfolgreich operiert

Bayern-Profi Lucas Hernández ist nach seinem Kreuzbandriss im rechten Knie operiert worden. Der Eingriff sei von Prof. Christian Fink in Innsbruck vorgenommen worden, teilte der Fußball-Bundesligist mit. Der Abwehrspieler wird seine Reha in den nächsten Tagen in München aufnehmen. Hernández (26) hatte sich die schwere Verletzung am Dienstag im Auftaktspiel der französischen Nationalmannschaft gegen Australien (4:1) zugezogen und wird den Bayern einige Monate fehlen.

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