Mein Herz schreit, wenn ich Esther Grafs Song höre, aber auch bei den anderen Songs aus „Die Schule der magischen Tiere“. Ich mag diese Songs, weil man in ihnen die Liebe und Freude so doll spürt.
Das Schlimmste für mich wäre, wenn sich etwas in der Serie verändern würde: andere Stimmen oder neue Schauspieler zum Beispiel. Daher bin ich sehr erleichtert, als Margit Auer uns sagt: „Ich tausche mich eng mit den Drehbuchautoren und Produzentinnen aus und passe sehr genau auf, dass meine Welt so wiedergegeben wird, wie ich sie mir ausgedacht habe: die tolle Wintersteinschule, der Zusammenhalt, die Warmherzigkeit, der Witz.“ Hätte ich übrigens gar nicht gedacht, dass eine Buchautorin so viel Einfluss auf den Film hat.
Die Altstadt Bambergs, die bereits für „Das fliegende Klassenzimmer“ oder „Das Sams“ als Spielstätte diente, bietet mit ihrer pittoresken Kulisse den idealen Kontrast zur modernen, magischen Welt der Kinder: Wenn die Jungdarsteller vor historischen Fassaden Rapsongs aufführen oder die Protagonistin mit ihrem Fuchs im Fahrradkorb durch die Innenstadt radelt und dabei der poppige Soundtrack durch den Kinosaal dröhnt, entsteht genau die Art Atmosphäre, die „Die Schule der magischen Tiere“ zu einem Familienphänomen macht: für die Eltern hübsche Bilder, für die kindliche Zielgruppe lässige Beats.
Eine generationsübergreifende Rezeptur? Schauspieler wie Milan Peschel oder Marleen Lohse sind einem breiten Publikum bekannt. Die magischen Tiere sind mit ihren Sprüchen und einprägsamen Synchronisationen wie der von Katharina Thalbach für den Humor zuständig. Wie sehr die Filmreihe mit der Zeit geht, illustriert die Animation: Schildkröte, Affe, Eule und Co. sind noch realistischer animiert als zuvor. Der vierte Teil wird zudem durch neue Action ergänzt: Abwechslungsreiche Parkour-Kletteraktionen über den Dächern der Stadt reißen mit.
Aber es gibt auch Schattenseiten für die Darsteller, die mir gar nicht klar waren. Etwa dass Emilia Maier, die die Hauptfigur Ida spielt, vier Jahre nicht zum Friseur gehen konnte. Das ist verrückt, aber irgendwie auch witzig. Spannend fand ich auch, dass sie uns erzählte, dass die Dreharbeiten ganz schön anstrengend und stressig seien. Und auch, dass sich dabei nicht alle immer gut verstehen: „Aber man muss Kompromisse eingehen und dazu gehört auch, dass ich bei der Produktion die roten Haare tragen muss“, so Maier.
