Schneepflug rammt Rettungswagen – Schwerverletzte

Unfall auf der Autobahn

Schneepflug rammt Rettungswagen – Schwerverletzte


13.01.2026 – 09:04 UhrLesedauer: 2 Min.

Schneechaos auf der A71 in Thüringen (Archivbild vom 9. Januar): Am Montagabend rammte ein Schneepflug einen Rettungswagen. (Quelle: Michael Reichel/dpa)

Ausgerechnet der Winterdienst, der für Sicherheit auf den Straßen sorgen soll, baut einen schweren Unfall. Ein Polizist und eine Mitarbeiterin des Rettungsdienstes werden schwer verletzt.

Auf der Autobahn 71 hat ein Schneepflug einen Rettungswagen gerammt und dabei zwei Einsatzkräfte schwer verletzt. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zum Dienstag am Dreieck Suhl.

Vorausgegangen war ein anderer Unfall: Durch den einsetzenden Eisregen war die Autobahn gegen 20.30 Uhr spiegelglatt, als ein Kleintransporter von der Fahrbahn rutschte, sich überschlug und im Straßengraben liegenblieb. Der 58 Jahre alte Fahrer verletzte sich leicht.

Polizei und Rettungsdienst kamen. Wenig später befanden sich gerade der Fahrer des Kleintransporters, ein 38-jähriger Polizist und eine 40-jährige Mitarbeiterin des Rettungsdienstes im Krankenwagen, als es erneut krachte: Der vorbeifahrende Schneepflug hatte seitwärts ein Schneeschild ausgefahren – und rammte damit den Rettungswagen. Der Polizist und die Rettungsdienstmitarbeiterin erlitten schwere Prellungen und wurden ins Krankenhaus gebracht.

Das Seitenschild des Schneepflugs musste abgeschnitten werden, danach konnte das Räumfahrzeug weiterfahren, wie die Polizei weiter mitteilte. Der Rettungswagen musste hingegen abgeschleppt werden und ist stark beschädigt. Der Schaden an beiden Fahrzeugen wird auf etwa 120.000 Euro geschätzt.

Auch in anderen Teilen Deutschlands gab es Glätteunfälle: Bei einem Unfall bei Tuntenhausen im bayerischen Landkreis Rosenheim sind sieben Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten sind auch zwei Vierjährige, wie die Polizei mitteilte. Eines der Kinder und eine erwachsene Person wurden den Angaben nach schwer verletzt. Eine 32-Jährige war zuvor mit ihrem Auto in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten.

Bei Bayreuth kam es auf der A9 gleich zu neun Unfällen. Nach stundenlanger Sperrung ist die Strecke inzwischen in beiden Richtungen wieder frei. Aufgrund der Glätte stellten die Bergungsarbeiten eine besondere Herausforderung dar. Ein Polizeisprecher schätzte die Dicke des Eises auf der Fahrbahn auf bis zu zwei Zentimeter.

An den Unfällen waren 39 Fahrzeuge, darunter mehrere Lkw, beteiligt, wie ein Polizeisprecher sagte. Insgesamt spricht die Polizei von acht Leicht- und zwei Schwerverletzten. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mindestens eine Million Euro.

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