Riesensumme fehlt für Sanierung
Tausende wollen Schwimmbad retten
18.12.2025 – 15:41 UhrLesedauer: 2 Min.
Das Waldbad Dünnwald kämpft ums Überleben. 12.000 Menschen haben für eine Zukunft des Bades unterschrieben – doch die Zeit wird knapp.
Das Problem des Bades auf der rechten Rheinseite: Die Folienauskleidung der Schwimmbecken aus den 1980er-Jahren hat das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Das 50-Meter-Schwimmerbecken und das Nichtschwimmerbecken verlieren mittlerweile einen Meter Wasser pro Woche. Ein Schwimmangebot im Frühjahr sei so kaum möglich, heißt es in der Petition.
Eine Spezialfirma hat laut „Kölnischer Rundschau“ ein Sanierungskonzept mit Edelstahlbecken entwickelt. Kostenpunkt: acht Millionen Euro. Die Finanzierung wäre grundsätzlich machbar: Der Bund würde über ein Förderprogramm für Sportstätten 45 Prozent übernehmen – sofern die Stadt Köln die restlichen 55 Prozent, rund 4,5 Millionen Euro, trägt.
Aus Berlin soll es positive Signale für die Förderung geben. Doch von der Stadt Köln fehlt bislang eine Beschlussvorlage für den Rat. Die Frist drängt: Bis zum 15. Januar 2026 muss die Vorlage verabschiedet werden, sonst droht auch die Bundesförderung zu scheitern.
Auf Anfrage von t-online teilte die Sportverwaltung mit, man prüfe derzeit, welche Projekte für eine Antragstellung infrage kämen. Diese Überlegungen würden dann Gegenstand einer Beschlussvorlage für den Rat sein. Ob und wann diese verabschiedet werde, könne „zum aktuellen Zeitpunkt nicht abschließend beantwortet werden“.
Die Betreiber des privat finanzierten Freibads zeigen sich kämpferisch. In einer Stellungnahme auf Facebook bedankten sie sich für die überwältigende Unterstützung: „Euer Engagement gibt uns Mut und Kraft, weiterzumachen! Gemeinsam können wir etwas bewegen.“
Die Situation verschärft die ohnehin angespannte Schwimmbad-Lage in Köln: Laut den Betreibern des Waldbads sind fünf der neun städtischen Schulschwimmbecken derzeit außer Betrieb. „Diese Entwicklung ist dramatisch“, so die Betreiber. „Wir erwarten keine weiteren Sonntagsreden, sondern konkretes Handeln und eine verlässliche Unterstützung des Ehrenamts im Sinne der Daseinsvorsorge für alle Kölnerinnen und Kölner.“
