
Frust beim HSV
Schiri-Chef spricht über umstrittenes Tor
11.01.2026 – 14:10 UhrLesedauer: 2 Min.
Das umstrittene Freiburg-Tor zum 2:1 erzürnte Hamburg-Trainer Merlin Polzin. Im ZDF ordnete Schiedsrichter-Chef Knut Kircher die Situation ein.
Nach dem nächsten missglückten Auswärtsauftritt in der Bundesliga richtet sich der Ärger des Hamburger SV auch gegen das Schiedsrichtergespann um Timo Gerach, der beim entscheidenden 2:1 für Freiburg kein Foulspiel von Johan Manzambi an Jordan Torunarigha erkannte.
Was war passiert? Manzambi hatte den HSV-Verteidiger mit dem Ellbogen im Luftzweikampf erwischt. Im „Aktuellen Sportstudio“ des ZDF bezog Schiedsrichter-Chef Knut Kircher nun Stellung, wollte sich jedoch nicht klar festlegen. Es sei eine „grenzwertige Situation“. Die zentrale Frage laute: „Ist es eher ein Wegräumen – wie eine Art Stoßstange des Gegenspielers – oder ist es ein grenzwertig normaler fußballtypisch robuster Einsatz?“
Dazu ordnete Kircher ein: „Der Spieler (Manzambi, Anm. d. Red.) geht nach oben, dabei schwingen die Arme mit.“ Manzambi gehe zielgerichtet mit dem Kopf zum Ball. „Der Abwehrspieler kommt von hinten rein in die Situation.“ Im Anschluss sei der Armeinsatz des Freiburgers zu bewerten. Bereits nach dem Spiel hatte Gerach dazu gesagt, dass er „keine Schlagbewegung wahrgenommen“ habe und diese auch nicht in den TV-Bildern erkennen konnte.
Das findet auch Kircher: „Wir reden nicht von einem Schlag, das wäre regeltechnisch und disziplinarisch eine Rote Karte.“
Hamburg-Trainer Merlin Polzin hatte – wie zu erwarten – eine gänzlich andere Meinung. Es sei ihm „absolut unerklärlich, wie nach einem Kopftreffer das Spiel fortgesetzt wird und wir das Spiel verlieren“, erklärte er nach der Partie. „Der Ellbogen ist klar im Gesicht. Er hat da rein gar nichts zu suchen“.
An der HSV-Niederlage ändert aber auch die Einordnung von Kircher nichts mehr. Durch die Pleite bleiben die Hamburger in fremden Stadien in dieser Saison weiterhin sieglos.











