
„Psychischer Ausnahmezustand“
Mann bedroht Beamte mit Waffe – Schüsse
10.01.2026 – 11:20 UhrLesedauer: 1 Min.
Ein 25-Jähriger löst einen Großeinsatz aus. Als er Polizisten mit einer Schusswaffe bedroht, fallen Schüsse. Der Mann muss notoperiert werden.
Bei einem Polizeieinsatz in Mittelfranken haben Beamte mehrfach auf einen 25-jährigen Mann geschossen, der sie mit einer Waffe bedroht hatte. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus gebracht und operiert, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der Mann befand sich demnach in einem psychischen Ausnahmezustand. „Wir gehen aktuell davon aus, dass die Einsatzkräfte aus Notwehr schossen.“
Eine Verwandte des 25-Jährigen hatte am frühen Samstagmorgen die Polizei alarmiert. Der junge Mann soll telefonisch mit Suizid gedroht haben. Während des Notrufs telefonierte die Frau gleichzeitig mit dem 25-Jährigen, wobei Schussgeräusche zu hören waren.
Daraufhin rückten mehrere Streifenwagen zu dem Haus in Wendelstein am Rand von Nürnberg aus. Auch Spezialeinsatzkräfte wurden zum Einsatzort im Landkreis Roth gerufen.
In den folgenden Stunden habe man versucht, auf den Mann einzuwirken, erklärte Polizeisprecher Michael Konrad. Die Beamten konnten den 25-Jährigen jedoch nicht beruhigen. Gegen 7 Uhr morgens betraten Einsatzkräfte schließlich das Gebäude.
Als der 25-Jährige die Beamten mit einer Schusswaffe bedrohte, schossen die Polizisten. Das Landeskriminalamt hat die Ermittlungen übernommen und prüft nun, ob die Polizeischüsse rechtmäßig waren. Die Kriminalpolizei sperrte den Tatort ab und versiegelte das Haus, um Spuren zu sichern. Die Ermittlungen sollen klären, wie oft und wo der Mann getroffen wurde. Auch die beteiligten Einsatzkräfte sollen befragt werden.













