Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD) würdigt Henriette Reker

Ehemalige Oberbürgermeisterin

Burmester würdigt Reker: „Meinen großen Respekt“


13.01.2026 – 18:30 UhrLesedauer: 2 Min.

Henriette Reker (parteilos) und Kölns Oberbürgermeister Torsten Burmester (SPD): Reker war zehn Jahre lang das Kölner Stadtoberhaupt. (Quelle: Stadt Köln/Tom Zygmann)

In einer Festsitzung würdigen Kölns OB Torsten Burmester und der Stadtrat die ehemalige Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Ein Bild von ihr wird zum Blickfang.

Zehn Jahre lang war Henriette Reker (parteilos) Oberbürgermeisterin der Stadt Köln. Zum 31. Oktober 2025 übergab sie das Amt an ihren Nachfolger Torsten Burmester (SPD). Dieser würdigte Reker am Dienstag (13. Januar) bei einer Festsitzung des Stadtrats. Dabei trug sich die 69-Jährige in das Goldene der Buch der Stadt Köln ein und enthüllte gemeinsam mit Burmester zwei Porträts von sich, die fortan in den Galerien der ehemaligen Stadtoberhäupter hängen werden.

Ein Porträtfoto von Reker wird in Zukunft neben dem Ratssaal hängen, ein Ölgemälde der Künstlerin Helena Parada Kim neben dem Amtszimmer des Oberbürgermeisters. Laut der Stadt Köln werde damit „ein bedeutender Abschnitt der jüngeren Stadtgeschichte dauerhaft sichtbar gemacht“.

Laut Oberbürgermeister Burmester stellte Reker mit ihrem ersten Tag im Amt, dem 22. Oktober 2015, alles Persönliche hinten an. „Ihre klare Priorität lautete: Köln. Alles andere hatte sich unterzuordnen“, sagte der SPD-Poltiker über seine Vorgängerin weiter. Reker habe stets einen hohen Anspruch an sich selbst gehabt, sei immer erreichbar und dazu bereit gewesen, an und über ihre Grenzen zu gehen.

Reker habe sich „mit jeder Faser“ in den Dienst Kölns gestellt. „Meinen herzlichsten Dank hierfür und meinen großen Respekt vor Ihrer Leistung als erste Oberbürgermeisterin in Kölns 2.000-jähriger Stadtgeschichte“, sagte Burmester.

Reker war die erste Frau, die das Oberbürgermeisteramt in Köln bekleidete, zudem gehörte sie keiner Partei an. Im Wahlkampf 2015 wurde sie im Stadtteil Braunsfeld von dem Rechtsextremisten Frank S. mit einem Messer angegriffen, der ihr die Klinge in den Hals stach. Reker musste notoperiert werden und wurde einen Tag später – als sie noch bewusstlos auf der Intensivstation der Uniklinik lag – zur Oberbürgermeisterin gewählt. Frank S. wurde wegen versuchten Mordes zu einer 14-jährigen Haftstrafe verurteilt.

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