
Unbewohnte Insel
Hannovers Namensvetter liegt in Chile – Anreise fast unmöglich
10.01.2026 – 19:52 UhrLesedauer: 1 Min.
Hannover ist allgemein bekannt als Niedersachsen Landeshauptstadt. Was kaum einer weiß: Nördlich vom Feuerland gibt es einen Namensvetter.
Wer hätte das gedacht: Eine Reise nach Hannover kann auch in Südamerika enden. Dort liegt die Isla Hanover (Insel Hanover, wird manchmal auch Hannover geschrieben). Sie liegt in Chile, nördlich von Feuerland im patagonischen Archipel, umgeben vom Pazifik.
Auf der rund 812 Quadratkilometer großen Insel herrscht die Natur. Vor allem Meeresbewohner und viele Vogelarten sind dort zu Hause, Menschen jedoch nicht. Die Landschaft ist geprägt von Wäldern und zerklüfteten Küsten. Eine fiktionalisierte Version der Isla Hanover ist Schauplatz von „Zwei Jahre Ferien“, einem Roman von Jules Vernes.
Dass deutsche Städtenamen überall auf der Welt auftauchen, hat vor allem mit Migration, Eroberung und Kolonialisierung zu tun. Hannover findet man nicht nur in Chile. Beispielsweise gibt es in Kanada zwei Hanover, auch ein Stadtteil im britischen Brighton heißt so.
Neugierige Hannoveraner, die das chilenische Äquivalent ihrer Stadt mal besuchen möchten, haben es jedoch schwer. Abgesehen davon, dass die Insel unbewohnt ist und keine Infrastruktur hat, ist auch die Anreise beschwerlich. Theoretisch müsste man zuerst nach Santiago in Chile fliegen, dann mit einem Inlandflug weiter in den Süden nach Patagonien. Anschließend würde es mit Bussen und Booten in die abgelegene Region weitergehen, die möglicherweise gechartert werden müssten. Die gesamte Anreise würde bis zu vier Tage dauern.



