
Der Fußball in der Bundesliga hat sich verändert. Während jahrelang defensive Kompaktheit und gutes Umschalten mit Punkten belohnt wurden, weht inzwischen ein anderer Wind. Leverkusen und Stuttgart, Meister und Vizemeister, begeisterten mit offensivem, kreativem Fußball und überholten Bayern und Dortmund. Der BVB muss dringend mit der Zeit gehen, um nicht den Anschluss zu verlieren.
Zum Glück hat die Borussia mit Nuri Şahin die Lösung bereits parat. Der 35-Jährige steht für genau diesen offensiven Ansatz, für einen flachen Spielaufbau und Dominanz. Antalyaspor, zuvor eine graue Maus der Süper Lig, schoss in Şahins erstem Jahr 54 Tore, was dem Klub zuvor nur in der 2. Liga gelungen war. Auch in der Folge überzeugte Antalyaspor unter Şahin, sodass Topklubs wie Feyenoord und Beşiktaş auf ihn aufmerksam wurden.
Nun ist es der BVB geworden, bei dem sich der ehemalige Mittelfeldmann beweisen kann. Das Beste: Şahin braucht keine Eingewöhnungszeit. Bereits seit einem halben Jahr arbeitet er mit der Mannschaft zusammen, kennt den Kader mit seinen Stärken und Schwächen.
Zudem hat er selbst jahrelang für den BVB gespielt. Die Größe des Klubs macht ihm nichts aus. Şahin weiß, wie sehr er im Fokus steht. Dabei hilft ihm auch die Erfahrung aus seiner Zeit als Spieler von Real Madrid oder dem FC Liverpool.
Und die mangelnde Erfahrung als Cheftrainer? Die war bei Mikel Arteta und dem FC Arsenal sowie bei Xabi Alonso und Leverkusen auch kein Problem. Was zählt, ist die Qualität.













