Die Huthi-Terroristen im Jemen haben einen Öltanker beschossen und in Brand gesetzt. Das Schiff befindet sich im Golf von Aden.
Vor der Küste Jemens sind erneut mehrere Schiffe angegriffen worden. Im Golf von Aden brach auf einem Handelsschiff nach einem mutmaßlichen Raketentreffer ein Feuer aus, wie die britische Sicherheitsfirma Ambrey am Freitag mitteilte. Aus demselben Gebiet meldete demnach ein unter der Flagge Panamas fahrender Öltanker die Sichtung mehrerer „Explosionen“. Derweil wehrte ein Kriegsschiff der US-Marine nach US-Angaben eine von den Huthi-Rebellen im Jemen abgefeuerte Rakete ab.
Das Handelsschiff sei von einer „Rakete“ getroffen worden, die einen Brand verursacht habe, erklärte Ambrey. Die Besatzung befände sich in Sicherheit. Die Huthi-Rebellen im Jemen erklärten, den britischen Öltanker „Marlin Luanda“ im Golf von Aden ins Visier genommen und mit Raketen beschossen zu haben. Das Schiff sei „frontal getroffen“ worden und habe Feuer gefangen, sagte ein Sprecher der vom Iran unterstützen Miliz. Ob es sich bei beiden Vorfällen um dasselbe Schiff handelte, war zunächst unklar.
Kurz zuvor hatte laut Ambrey ein unter der Flagge Panamas fahrender Öltanker „zwei Explosionen“ im Golf von Aden beobachtet. Die britische Behörde für maritime Sicherheit (UKMTO) bestätigte die Angaben. Schäden wurden demnach nicht gemeldet. Laut Ambrey war das Ziel des Beschusses zunächst unklar. Von Seiten der Huthis gab es zunächst keine Angaben.
Ein Kriegsschiff der US-Marine wehrte US-Angaben zufolge eine von den Huthi-Rebellen im Jemen abgefeuerte Rakete ab. Die Miliz habe im Golf von Aden eine „ballistische Anti-Schiffs-Rakete“ auf den Zerstörer „USS Carney“ abgefeuert, erklärte das US-Zentralkommando (Centcom) in Onlinemedien. Die Rakete sei erfolgreich abgeschossen worden, es gebe keine Berichte über Schäden oder Verletzte, hieß es weiter.
Seit Mitte November haben die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen zahlreiche Schiffe im Roten Meer und im Golf von Aden attackiert, denen sie Verbindungen zu Israel vorwerfen. Die Miliz sieht sich als Teil der gegen Israel gerichteten selbsternannten „Achse des Widerstands“, der auch die radikalislamische Hamas im Gazastreifen angehört. Als Reaktion auf die Attacken griffen die USA und Großbritannien Huthi-Stellungen im Jemen an.
Der Schifffahrtsweg vom Mittelmeer über den Suezkanal, das Rote Meer, die Meerenge Bab al-Mandab und den Golf von Aden bis zum Indischen Ozean ist eine für den Welthandel äußerst wichtige Route und führt direkt an Jemen vorbei. Wegen der Huthi-Angriffe auf Containerschiffe meiden bereits mehrere Reedereien die Fahrt durch das Rote Meer, was wegen der großen Umwege zu Verzögerungen und erhöhten Frachtkosten führt.
