
Vielfalt, Diskriminierung und die kritische Aufarbeitung des Nationalsozialismus: Das sind herausfordernde Themen, die Akbari in ihren Videos thematisiert. Passen sie in die oft bunte Wohlfühlwelt von TikTok und Instagram? Auf jeden Fall, sagt Akbari. Politische Bildung liegt ihr sehr am Herzen. Für das Anne-Frank-Bildungszentrum setzt sie sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen auseinander und macht sie zugänglich. Wir haben die Politikwissenschaftlerin und Social-Media-Managerin gefragt, was Mut für sie bedeutet.
Was bedeutet Mut für Sie?
Mut bedeutet für mich, Stellung zu beziehen und unangenehme Themen anzusprechen – wie Antisemitismus, Rassismus, Feindseligkeit gegenüber queeren Menschen und jede andere Form von Diskriminierung. Mut bedeutet auch, im Alltag aktiv zu werden und auf diskriminierende Äußerungen zu reagieren – sei es am Familientisch, in der Schule oder im Freundeskreis. Besonders wertvoll ist es, wenn sich Menschen, die nicht direkt betroffen sind, für andere einsetzen.
Was gibt Ihnen Hoffnung?
Was mir Hoffnung gibt, sind die Reaktionen auf unsere Beiträge, die zeigen, dass die Menschen bereit sind, zuzuhören, Fragen zu stellen und miteinander in Kontakt zu treten. Wenn Gespräche zu echtem Austausch werden und unterschiedliche Perspektiven ernst genommen werden, wird Dialog möglich.
Wer inspiriert dich?
Mich inspirieren Menschen, die mit ihrer Stimme Veränderungen möglich machen – sei es in ihrem unmittelbaren Umfeld oder auf einer größeren öffentlichen Bühne. Besonders inspirierend finde ich es, wenn gesellschaftliche Themen verständlich kommuniziert werden, Menschen zur Auseinandersetzung mit demokratischen Werten anregen und ernste Themen kreativ und einprägsam vermittelt werden.



