
Zu viele Menschen und Bauprojekte
Iran muss wohl seine Hauptstadt verlegen
21.11.2025 – 03:32 UhrLesedauer: 1 Min.
Der iranische Präsident Peseschkian sieht eine Verlegung der Hauptstadt für unausweichlich. Die Regierung verweist auf extremen Wassermangel.
Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat eine Verlegung der Hauptstadt für zwingend notwendig erklärt. Er hat betont, dass die Regierung keine andere Wahl gehabt habe. Peseschkian sagte laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna, man könne die Region nicht weiter mit mehr Bevölkerung und Bauprojekten belasten.
Er erklärte, dass das Wasserproblem nicht lösbar sei. Anfang November hatte er darauf hingewiesen, dass Teheran evakuiert werden müsse, wenn es bis zum Jahresende nicht regne. Einige Medien hatten diese Aussagen kritisiert und von einem „Scherz“ gesprochen.
Später hat die Regierung erklärt, der Präsident habe mit seinen Aussagen lediglich die Ernsthaftigkeit der Lage betonen wollen. Seit dem vergangenen Jahr hat Peseschkian mehrere Gründe für eine Verlagerung der Hauptstadt genannt. Dazu zählen Wassermangel, Verkehrsstaus, Misswirtschaft und starke Luftverschmutzung.
Im Januar hat die Regierung geprüft, ob die Hauptstadt in die Region Makran an der südlichen Küste verlegt werden könnte. Der Vorschlag ist vielfach kritisiert worden. Behörden haben berichtet, dass es in den vergangenen hundert Jahren nie so wenig Regen gegeben habe wie in den letzten Monaten.
Laut Medienberichten verbraucht Teheran täglich rund drei Millionen Kubikmeter Wasser. In der Millionenstadt und weiteren Orten sind Wasserrationierungen angekündigt worden. Vergangene Woche hat Teheran Cloud-Seeding-Flüge eingeführt, bei denen Salz in Wolken versprüht wird, um Regen zu fördern.












