Angeklagter gesteht

Seine Chefin wollte noch aus dem Büro flüchten – erstochen

20.11.2025 – 15:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Der Angeklagte: Ein Mitarbeiter gesteht die Tat in einer „New Yorker“-Kette. (Quelle: Martin Höke/dpa)

Ein Mann fühlt sich gemobbt – und sticht auf seine Chefin ein. Trotzdem steht ihm wahrscheinlich keine Gefängnisstrafe bevor.

Im Prozess um die Ermordung einer 41-jährigen Leiterin einer New-Yorker-Filiale in Krefeld hat der Angeklagte vor Gericht gestanden. Der Angestellte gab an, er habe sich von der 41-Jährigen gemobbt gefühlt. Am Abend des 7. Mai soll er die Frau mit 26 Stichen erstochen haben.

Am Tattag steckte der Angeklagte ein Messer ein und konfrontierte die Frau später in ihrem Büro. Als die Filialleiterin zu fliehen versuchte, hielt er die Tür zu.

Nach der Tat verließ er das Gebäude durch einen Hinterausgang. Die Polizei nahm ihn kurz darauf fest. Nach einem psychiatrischen Gutachten war er zur Tatzeit vermutlich schuldunfähig.

Der Angeklagte hatte erst drei Monate vor dem tödlichen Angriff in dem Geschäft zu arbeiten begonnen. Er war als Minijobber angestellt und verdiente 13,50 Euro pro Stunde bei einer monatlichen Arbeitszeit von 42 Stunden.

Dem 25-Jährigen droht nun die dauerhafte Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung. Die Modekette „New Yorker“ erklärte nach dem Vorfall, man sei tief erschüttert über das tödliche Gewaltverbrechen in der Krefelder Filiale.

Der Prozess wird am kommenden Mittwoch fortgesetzt.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version