
Merz forderte die europäischen Nationen auf, ihre Verteidigungsausgaben und ihre wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit rasch zu steigern, um inmitten der „tektonischen“ Veränderungen in der Weltordnung Macht ausüben zu können. Gleichzeitig forderte er die Deutschen und andere Europäer auf, das transatlantische Bündnis und die NATO nicht aufzugeben, und plädierte praktisch für einen Mittelweg.
„Bei aller Frustration und Wut der letzten Monate sollten wir die transatlantische Partnerschaft nicht vorschnell abschreiben“, sagte Merz und wechselte kurz ins Deutsche. „Wir Europäer, wir Deutschen wissen, wie wertvoll das Vertrauen ist, auf dem die NATO basiert.“
Besonders ernst äußerte sich Merz über die schrecklichen Risiken, mit denen die Welt in eine neue Ära der Rivalität zwischen Großmächten eintritt.
„Die Welt, in der nur die Macht zählt, ist ein gefährlicher Ort, zunächst für kleine Staaten, dann für die Mittelmächte und letztendlich für die Großen“, sagte er. „Ich sage das nicht leichtfertig. Im 20. Jahrhundert ist mein Land Deutschland diesen Weg bis zu seinem bitteren Ende gegangen. Er hat die Welt in einen schwarzen Abgrund gezogen.“
Mercosur ein Muss für Merz
Der deutsche Bundeskanzler nutzte seine Rede, um einen dreigleisigen Plan vorzustellen, wie Europa sich in der neuen Weltordnung behaupten kann: „massiv“ in die Verteidigung investieren, seine Volkswirtschaften wettbewerbsfähiger machen und geeint bleiben.
Merz argumentierte, dass Europa neue Handelsabkommen auf der ganzen Welt abschließen müsse, um seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, und stellte damit die EU in direkten Widerspruch zu Trumps Zollpolitik.









