
Und das keine zwei Wochen vor dem Ende der Transferperiode, mitten in den Verhandlungen um Christopher Nkunku (FC Chelsea) für einen festen Transfer. Trotz der vielen Einsparungen der teuren Gehälter von Thomas Müller, Leroy Sané oder Kingsley Coman darf Eberl keine Spieler kaufen. Denn wenn Uli Hoeneß für etwas plädiert, dann ist es beim FC Bayern weniger ein Vorschlag, sondern mehr eine Vorgabe.
Der „Süddeutschen Zeitung“ zufolge sollen Eberl sowie Sportdirektor Christoph Freund darauf verwundert reagiert haben. Schließlich hätten sie die Vorgaben erfüllt, Gehalt eingespart und den Kader verkleinert. Dass nun nur noch geliehen werden soll, ist eine ungeplante Kurswende.
Eberl versuchte am Donnerstag, die Fragen der Journalisten auf der Pressekonferenz zu dieser Thematik professionell zu beantworten. Doch er konnte es nicht wirklich verstecken, dass ihm die Arbeit mächtig erschwert wurde. „Jetzt ist es die Aufgabe, eine Leihe zu machen. Die wir zu akzeptieren haben“, sagte der 51-Jährige. „Wir müssen jetzt kreativ werden. Das ist ehrlicherweise keine einfache Aufgabe auf dem Markt.“
Denn laut dem TV-Sender Sky hat Chelsea kein Interesse daran, Christopher Nkunku zu verleihen. Und wenn, dann nur mit Kaufpflicht. Auch Olympique Lyon soll Malick Fofana, auf den der FC Bayern Berichten zufolge ein Auge geworfen hat, laut der Zeitung „Le Progrès“ nur für einen festen Transfer abgeben.
Eberl ist sich dessen bewusst und weiß, was in den Tagen bis zum „Deadline Day“ am 1. September auf ihn zukommt. Seine Gedanken aber wollte er für sich behalten. „Über meine Gefühle möchte ich nicht sprechen. Wir haben eine Aufgabe, die möchte ich lösen“, kommentierte er die Frage eines Journalisten. Ein bisschen Galgenhumor zeigte der etwas genervte Eberl dann auch noch, als der Name Nick Woltemade wieder fiel: „Der Stand ist, glaube ich, dass es vom Tisch ist. Keine Ahnung, was bis zum 1. September passiert. Vielleicht leiht Stuttgart ihn noch mal an uns. Wir können ja leihen.“











