Tödlicher Unfall auf der Theresienwiese: Ein Arbeiter wird bei einer Probefahrt einer Achterbahn von einer Gondel getroffen.

Ein Bauarbeiter ist beim Aufbau des Oktoberfestes ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, wurde der 20-Jährige am Montagvormittag bei einer Probefahrt einer Achterbahn auf dem Festgelände auf der Theresienwiese von einer Gondel bei voller Fahrt getroffen. Anschließend sei der Mann schwer verletzt unter den Schienen der Bahn liegengeblieben.

Die Kollegen des Arbeiters wählten daraufhin umgehend den Notruf. Neben einem Rettungswagen wurden auch ein Notarzt sowie ein Hilfeleistungslöschfahrzeug alarmiert, teilte ein Feuerwehrsprecher mit. Der 20-Jährige sei noch vor Ort im Rettungswagen reanimiert und schließlich unter laufender Herzdruckmassage in den Schockraum einer Münchner Klinik gefahren worden. Dort erlag er jedoch seinen schweren Verletzungen.

Für die Mitarbeiter des Fahrgeschäftes wurde ein Team für Krisensituationen an die Einsatzstelle gerufen. Wie es genau zu dem Unfall kam, ist noch unklar. Die Polizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Bei der Unglücksachterbahn handelt es sich um den Olympia Looping, der größten transportablen Achterbahn der Welt.

Und auch auf dem Oktoberfest hatte es in der Vergangenheit schon einmal einen Zwischenfall am Olympia Looping gegeben. Im vergangenen Jahr war die Achterbahn während des Betriebs einfach stehen geblieben. Rund 20 Fahrgäste mussten daraufhin über Leitern nach unten steigen. Verletzt wurde niemand.

Der Betreiber des Fahrgeschäfts, Otto Barth, zeigte sich „zutiefst erschüttert“ über das Unglück. Sein gesamtes Team stehe unter Schock, sein Mitgefühl gelte den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen, sagte er. Den Unfall könne er sich nicht erklären. Man stehe nun in engem Kontakt mit den Behörden und unterstütze die Fachleute, um bei der Aufklärung der genauen Umstände zu helfen.

Im Münchner Rathaus sorgte der Unfall auf der Theresienwiese für große Bestürzung. „Dass beim Wiesn-Aufbau ein junger Bauarbeiter zu Tode gekommen ist, macht mich unfassbar traurig. Den Angehörigen des Opfers spreche ich mein aufrichtiges Beileid aus“, sagte Wiesnstadträtin Anja Berger (Grüne). Ihre Gedanken seien auch bei den Kollegen des Verunglückten. Der Unfall sei „tragisch und furchtbar“.

Schockiert von dem Unglück zeigte sich auch Yvonne Heckl, Sprecherin der Wiesn-Schausteller. Die Nachricht vom Tod des 20-Jährigen ziehe einem den Boden unter den Füßen weg, es sei ein Drama für die Familie, den Betreiber und allen anderen Beteiligten, sagte sie dem „Bayerischen Rundfunk“. Der Vorsitzende des Münchner Schaustellerverbandes, Peter Busch, sprach von einem „tragischen Unglück“. Dass ein junger Mensch beim Wiesn-Aufbau ums Leben gekommen ist, sei „das Allerschlimmste“.

Wiesn-Chef und Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) wollte sich am Nachmittag noch nicht zum tödlichen Unfall äußern. Er wolle erst die laufenden Ermittlungen von Polizei und Feuerwehr abwarten, um ein vollständiges Bild zu erhalten, teilte er auf Anfrage von t-online mit.

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