Mordprozess in Braunschweig

Ehefrau lebendig angezündet? 50-Jähriger vor Gericht

29.10.2025 – 18:03 UhrLesedauer: 1 Min.

Symbole der Gerechtigkeit (Symbolbild): In Braunschweig wird seit Dienstag ein Mordfall verhandelt. (Quelle: JanPietruszka via imago-images.d/imago)

Ein Mann muss sich vor Gericht verantworten, weil er seine Ehefrau ermordet haben soll. Der Vorwurf wiegt schwer.

Ein 50-jähriger Mann hat sich seit Dienstag vor Gericht zu verantworten, weil er seine schlafende Ehefrau angezündet und getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord vor. Als Motiv für die Tat im Mai in Goslar gilt der Verdacht des Mannes, seine Frau würde ihn betrügen. Der Angeklagte sitzt bereits in Untersuchungshaft.

Nach Angaben der Ermittler übergoss der Mann seine schlafende Frau mit einem Gemisch aus Benzin und Grillanzünder und zündete sie an. Das Gemisch soll er auch im Hausflur und im Schlafzimmer verteilt haben. Die Frau stand sofort in Flammen. Danach sei sie entweder vom Angeklagten aus dem Fenster im ersten Stock gestoßen worden oder selbst gesprungen.

Mit seinen drei Kindern verließ der Mann den Erkenntnissen zufolge anschließend das Haus und ging in den Garten. Der älteste Sohn hörte die Hilferufe seiner Mutter, eilte zu ihr und löschte das Feuer.

Die Frau wurde in ein Krankenhaus eingeliefert, wo sie später an ihren schweren Brandverletzungen starb. Eine Verlegung in eine Spezialklinik war aufgrund der Schwere der Verletzungen nicht möglich. Für den Prozess sind Verhandlungstermine bis in den Dezember angesetzt.

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