Lufthansa fliegt weiter nicht nach Teheran im Iran

Ab Frankfurt

Lufthansa setzt Flüge in Krisenregion weiter aus

12.01.2026 – 20:30 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Flugzeug der Lufthansa (Archivbild): Die Airline wollte die Flüge ursprünglich am Freitag wiederaufnehmen. (Quelle: Hannes P Albert/dpa/dpa-bilder)

Die Airline reagiert auf die angespannte Lage im Iran mit einer weitreichenden Entscheidung. Reisende müssen sich auf Änderungen ihrer Flugpläne einstellen.

Die Lufthansa hat ihre Flüge von Frankfurt nach Teheran bis einschließlich 28. Januar ausgesetzt. Ein Unternehmenssprecher begründete das am Montagnachmittag mit „der aktuellen Lageentwicklung“.

Die Fluggesellschaft stehe in enger Abstimmung mit den Sicherheitsbehörden, teilte der Sprecher mit. Sie beobachte die Entwicklungen in der gesamten Region laufend. „Die Sicherheit der Fluggäste und Crew hat für Lufthansa stets oberste Priorität“, betonte er.

Ursprünglich plante die Lufthansa, die Flüge am kommenden Freitag wieder aufzunehmen. Dies wäre nach einer Unterbrechung von rund sieben Monaten geschehen.

Die Massenproteste im Iran setzen die Führung zwei Wochen nach Beginn der landesweiten Demonstrationen weiter unter Druck. Die autoritäre Staatsmacht ihrerseits reagiert mit aller Härte. Seit Donnerstagabend ist der Zugang zum Internet gekappt.

Zugleich mehren sich Hinweise auf diplomatische Initiativen. US-Präsident Donald Trump erwägt nach eigenen Angaben, die Demonstranten mit Satelliteninternet zu unterstützen.

Laut Aktivisten haben sich die Demonstrationen auf 186 Städte ausgeweitet. 483 Demonstranten seien getötet worden, berichtete das Menschenrechtsnetzwerk HRANA mit Sitz in den USA. Insgesamt seien bisher 544 Menschen ums Leben gekommen, darunter auch Kinder sowie 47 Sicherheitskräfte. Rund 10.700 Menschen seien festgenommen worden, hieß es weiter. Die Angaben der Organisation ließen sich unabhängig nicht überprüfen.

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