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Lost Place mit düsterem Geheimnis – Schießpulver-Fabrik Eibia

wochentlich.deBy wochentlich.de26 September 2025Keine Kommentare2 Mins Read
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Lost Place mit düsterem Geheimnis – Schießpulver-Fabrik Eibia
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Ehemalige Schießpulver-Fabrik

Unheimlicher Lost Place in Dörverden birgt alte Gefahren


Aktualisiert am 26.09.2025 – 12:39 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Schild in Dörverden: Dort befinden sich die Überreste einer Schießpulver-Fabrik. (Quelle: IMAGO/Zoonar.com/Ulf Nammert)

Versteckt im Landkreis Verden schlummert ein verlassener Ort mit einer unheimlichen Aura und einer tragischen Vergangenheit. Das Betreten ist jedoch lebensgefährlich.

Versteckt zwischen Bäumen und Gestrüpp stehen an der B215 in Drübber bei Dörverden die Ruinen der Eibia, einer ehemaligen Schießpulver-Fabrik. Im Zweiten Weltkrieg war die Eibia der größte Rüstungsbetrieb im Landkreis Verden. Die Anlage erstreckte sich auf einer Waldfläche von rund 385 Hektar und bestand aus 273 Gebäuden, sieben davon lagen unterirdisch, schreibt das Portal „relikte.com“.

Dort arbeiteten etwa 1.450 Menschen, zum größten Teil waren sie Zwangsarbeiter aus dem Ausland. 1941 begann in der Fabrik die Produktion von Pulver für Pistolen- und Langwaffenpatronen. Auch sogenanntes A-Pulver, ein chemischer Kampfstoff, wurde in Dörverden produziert.

Die Zwangsarbeiter wurden in drei Lagern untergebracht und lebten unter entsetzlichen Bedingungen. Die Arbeit in der Schießpulver-Fabrik sei hart gewesen, Essen habe es nicht genug gegeben, so der Landkreis Verden. Außerdem seien die verwendeten Chemikalien überaus gesundheitsschädlich für die Arbeiter gewesen.

Einige Gebäude der Schießpulver-Fabrik wurden nach dem Zweiten Weltkrieg als Lager genutzt. Die britischen Besatzungstruppen betrieben etwa das „Montgomery Camp“, wo 1.000 Menschen (unter anderem Flüchtlinge, Soldaten, Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter) untergebracht wurden.

Viele Gebäude der Anlage wurden nach dem Krieg gesprengt, manche sind aber noch erhalten. Zwischenzeitlich befand sich die Niedersachsen-Kaserne der Bundeswehr auf dem Areal. Heutiger Eigentümer der Fläche ist die Eickhofer Heide GmbH & Co KG. Auch wenn das Waldgebiet bei Spaziergängern beliebt ist, sollten die ehemaligen Eibia-Flächen auf keinen Fall arglos betreten werden.

An den Zugängen hängen Warnschilder mit einem Betretungsverbot, die der Eigentümer im Jahre 2018 hat anbringen lassen. Der Grund: Trümmer und Schächte bergen eine Unfallgefahr, auch gilt das Gelände als mit Altlasten verseucht – unter anderem mit Arsen. Zudem heißt es, dass A-Pulver dort vergraben und nie gefunden wurde.

Ziel des Eigentümers sei es nun, eine schrittweise Wiederaufforstung zu erreichen, damit das Waldgebiet irgendwann zur Naherholung nutzbar ist. Das teilt die Gemeinde Dörverden mit.

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