Norman Wolf will beim Gründungsparteitag des Berliner BSW-Landesverbands als stellvertretender Vorsitzender antreten. Und wer wird Chef?

Am 14. Juli findet der Gründungsparteitag des Berliner Landesverbands vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) statt. Dann soll auch der Vorstand des Hauptstadtablegers der noch jungen Partei gewählt werden. Dafür will sich der Lichtenberger BSW-Kommunalpolitiker Norman Wolf als stellvertretender Landesvorsitzender bewerben. Das bestätigte Wolf am Montagnachmittag im Gespräch mit t-online.

Weitere mögliche Namen für den neuen Vorstand der Landespartei wollte Wolf noch nicht verraten. Nur so viel: Es werde nicht nur einen stellvertretenden Parteivorsitzenden geben. Alles Weitere müsse bis zum 14. Juli mit den Parteimitgliedern besprochen werden.

Aktuell führt Wolf als Fraktionsvorsitzender die erste BSW-Fraktion in einem Hauptstadtbezirk in der Lichtenberger Bezirksverordnetenversammlung an. Diese Tätigkeit will er auch bei einer Wahl zum stellvertretenden Parteivorsitzenden fortführen. „Die Fraktion in Lichtenberg läuft weiter“, sagte Wolf. Eine zukünftige Tätigkeit in der Landespolitik schließt er zwar nicht aus, „damit befassen wir uns jetzt aber noch nicht.“

Auch hinsichtlich des möglichen neuen Landesvorsitzenden hält sich Norman Wolf bedeckt. Gemunkelt wird aktuell, dass sich Alexander King zum neuen Berliner BSW-Chef wählen lassen will. Zumal King im Augenblick fraktionsloses Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses ist und deshalb bereits mit der Berliner Landespolitik vertraut ist. Erst Ende vergangenen Jahres hatte King die Linke verlassen und sich dem BSW angeschlossen. Aktuell firmiert er beim BSW als Landeskoordinator. Er ist also der Mann, der federführend die neuen Parteistrukturen aufbaut.

Über seine möglichen Ambitionen innerhalb des Berliner BSW wollte sich King am Montagnachmittag auf Nachfrage von t-online nicht äußern.

Norman Wolf scheint einer Kandidatur von King zum Berliner BSW-Chef zumindest nicht abgeneigt zu sein: „Es liegt ja nahe, dass Herr King das machen könnte.“

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