Dragolsav Stepanović meldet sich

Kult-Trainer sucht Job per Stellenanzeige


Aktualisiert am 21.11.2025 – 15:19 UhrLesedauer: 2 Min.

Dragolsav Stepanović: Der 77-jährige Ex-Bundesliga-Trainer geht bei der Jobsuche jetzt neue Wege. (Quelle: IMAGO/imago)

Dragoslav Stepanović erarbeitete sich als Trainer in Deutschland in den 90er-Jahren Kultstatus. Jetzt will er zurück an die Seitenlinie und geht dabei einen ungewöhnlichen Weg.

Als Trainer feierte Dragoslav Stepanović mit Bayer Leverkusen seinen größten sportlichen Erfolg – 1992/93 gewann der Serbe mit der Werkself den DFB-Pokal. Kultstatus erhielt Stepanović wegen seiner Sprüche. Der legendärste kam in der dunkelsten Stunde seiner Laufbahn.

Durch eine 1:2-Niederlage bei Hansa Rostock verspielte die Mannschaft von Eintracht Frankfurt mit Stepanović als Trainer am letzten Spieltag der Saison 1991/92 die Meisterschaft. Frankfurt wurde hinter dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund sogar nur Dritter. Seine trockene Reaktion: „Lebbe geht weider“. Dieser Ausspruch ist bei Fußballfans mittlerweile fester Bestandteil des Sprachgebrauchs und auf zahlreichen Merchandisingprodukten wie Corona-Masken, Gin und Einkaufsbeuteln zu finden.

Mittlerweile ist Stepanović 77 Jahre alt, aber seine Liebe zum Fußball ist ungebrochen. Auf LinkedIn, einem Netzwerk für Geschäftskontakte, sucht er aktuell nach einer neuen Aufgabe als Trainer in Frankfurt. Er schreibt: „Hallo! Ich suche eine neue Stelle und würde mich über Unterstützung freuen. Wenn Sie von Karrierechancen hören oder sich einfach kurz melden möchten, senden Sie mir bitte eine Nachricht oder kommentieren Sie unten.“

Stepanović widmet sich mittlerweile vorwiegend dem Nachwuchsfußball. Mitte Oktober war der Serbe mit der U11 der Obermayr International School aus Schwalbach beim „World Schools Football Cup“ in der Nähe von Barcelona unterwegs. „Stepi“ führte das Team beim Turnier mit 78 Teams von 40 Schulen aus 20 Ländern zum Sieg in der Altersklasse. „Wir haben mit Stepi nicht nur einen hervorragenden Trainer mit viel Erfahrung, sondern einen großartigen Menschen mit großer Fußballleidenschaft“, sagte Teambetreuer Andreas Cipu im Gespräch mit den „Taunus Nachrichten“.

Und vielleicht hilft das Posting Dragoslav Stepanović tatsächlich dabei, bald noch häufiger wieder an der Seitenlinie zu stehen.

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