Familie erhebt schwere Vorwürfe

33 Drinks – kurz darauf ist ein Kreuzfahrt-Passagier tot


Aktualisiert am 09.12.2025 – 09:47 UhrLesedauer: 2 Min.

Das Kreuzfahrtschiff „Navigator of the Seas“: Der Todesfall eines 35-Jährigen beschäftigt jetzt die Strafverfolgungsbehörden. (Quelle: ANGEL_DIBILIO/imago-images-bilder)

Auf einer Kreuzfahrt bucht ein Mann ein All-inclusive-Getränkepaket und greift zu. Die Crew serviert ihm Drink um Drink – dann eskaliert die Situation.

Der Todesfall eines 35-jährigen Kreuzfahrt-Passagiers im Dezember 2024 beschäftigt jetzt die Strafverfolgungsbehörden in Miami. Die Familie des Toten wirft der Kreuzfahrt-Besatzung in einer Klage gegen den Reiseveranstalter vor, übermäßige Gewalt gegen den alkoholisierten Mann angewendet zu haben. Über ein entsprechendes Gerichtsdokument berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend. Die Familie fordert laut dem Dokument Schadenersatz und die Einleitung eines Strafprozesses.

Michael Virgil aus Moreno Valley war am 13. Dezember 2024 gemeinsam mit seiner Verlobten und ihrem siebenjährigen Sohn an Bord der „Navigator of the Seas“ gegangen; das Kreuzfahrtschiff gehört dem Unternehmen Royal Caribbean. Geplant war eine mehrtägige Kreuzfahrt von Los Angeles nach Mexiko. Doch nach dem Check-in war die Kabine für die Familie noch nicht bezugsbereit.

Die drei Reisenden wurden deswegen an die Hotelbar geschickt. Nach einiger Zeit gingen die Verlobte und ihr Sohn in die Kabine. Virgil blieb an der Hotelbar zurück.

Was danach vorgefallen ist, gibt den Behörden Rätsel auf. Laut der Klage soll das Personal Virgil unaufhörlich Drinks serviert haben – von insgesamt 33 alkoholischen Getränken in kurzer Zeit ist die Rede. Obwohl der Passagier bereits sichtlich betrunken gewesen sei, so die Klage, soll das Personal weiter Alkohol ausgeschenkt haben. Virgil hatte ein Getränkepaket gebucht, bei dem sämtliche Getränke inklusive sind, auch alkoholische.

Laut seiner Familie wollte Virgil nach einiger Zeit zu seiner Familie in die Kreuzfahrtkabine – doch wegen des Grades seiner Alkoholisierung habe er den Weg nicht gefunden, sich verirrt und zu randalieren begonnen. Das Sicherheitspersonal des Kreuzfahrtschiffs soll Virgil daraufhin zu Boden gebracht und ihm ein verschreibungspflichtiges Beruhigungsmittel zur Behandlung psychischer Störungen injiziert haben. Dies sei auf Anweisung des Kapitäns geschehen, behauptet die Familie in ihrer Klage. Außerdem sollen die Mitarbeiter Pfefferspray eingesetzt haben.

Virgil starb kurze Zeit später „in der Obhut von Mitarbeitern von Royal Caribbean“, heißt es in der Klageschrift. Laut seiner Familie erlitt er einen Herz-Kreislauf-Kollaps – was dazu geführt haben könnte, ist unklar.

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Quelle: t-online

Ein Sprecher des Kreuzfahrtunternehmens Royal Caribbean sagte dem US-Sender CBS News: „Wir bedauern den Tod eines unserer Gäste, haben mit den Behörden bei ihren Ermittlungen zusammengearbeitet und werden uns zu dem laufenden Verfahren nicht weiter äußern.“

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