Wohnungsbau
Geld für Bauherren: KfW startet Förderung für EH-55-Häuser
Aktualisiert am 27.11.2025 – 17:21 UhrLesedauer: 2 Min.
Die KfW nimmt eine beliebte Förderung wieder auf. Doch nur, wer eine wichtige Bedingung erfüllt, kann sich den günstigen Kredit sichern.
Gefördert werden der Neubau und Erstkauf von Wohngebäuden, die die Anforderungen an ein Effizienzhaus 55 erfüllen, also nur 55 Prozent der Energie eines Standardhauses verbrauchen.
Mit der Wiederaufnahme trage man dazu bei, dass zügig mehr dringend benötigter Wohnraum entstehe, sagte KfW-Vorständin Melanie Kehr. „Unsere Förderung setzt voraus, dass die Neubauten ausschließlich auf Basis erneuerbarer Energien beheizt werden.“ Häuser mit Gas- und Ölheizungen sind damit ausgeschlossen.
Die Förderung wird in das KfW-Programm „Klimafreundlicher Neubau“ integriert. Zu den Voraussetzungen zählen zudem:
Bereits Anfang November war bekannt geworden, dass die Bundesregierung die EH-55-Neubauförderung reaktiviert und dafür 800 Millionen Euro bereitstellt. Damit soll der stockende Neubau angekurbelt werden. Dem Bauministerium zufolge sind rund 760.000 Wohnungen bundesweit genehmigt, aber noch nicht errichtet. Grund sind etwa rasant gestiegene Kosten. „Wir wollen fertige Planungen in gebaute Häuser umwandeln“, sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD).
Die Ampel-Regierung hatte die Förderung für EH-55-Häuser 2022 eingestampft mit dem Argument, dieser Energiestandard habe sich längst etabliert. Daher sollte fortan der strengere und teurere Standard EH 40 gefördert werden. In der Folge legten viele Investoren Planungen für EH-55-Häuser auf Eis und bauten gar nicht.
