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Finanzen

Keine Angst vor dem Zins-Schock

wochentlich.deBy wochentlich.de25 November 2025Keine Kommentare3 Mins Read
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Keine Angst vor dem Zins-Schock
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Anschlussfinanzierung

Angst vor dem Zinsschock: Das sollten Sie auf keinen Fall tun


25.11.2025 – 10:43 UhrLesedauer: 3 Min.

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Beim Hauskauf gibt es einiges zu beachten: Viele Immobiliendarlehen aus der Niedrigzinsphase laufen bald aus. (Quelle: Szepy/getty-images-bilder)

In der Niedrigzinsphase konnten sich Immobilienkäufer günstige Konditionen sichern. Diese laufen nun langsam aus. Wer richtig handelt, braucht sich aber keine Sorgen zu machen.

Wer zwischen 2016 und 2021 eine Immobilie gekauft hat, hat vermutlich einen guten Deal gemacht. In dieser Zeit waren die Zinsen historisch niedrig, das wirkte sich auch auf die Immobilienfinanzierung aus. Kredite, die mit einer zehnjährigen Zinsbindung vereinbart wurden, laufen jedoch nun allmählich aus. Die Anschlussfinanzierung dürfte teurer werden: Derzeit liegen die Bauzinsen meist bei etwa 3,5 Prozent oder höher.

Allerdings erwarten Experten nicht, dass viele Hauskäufer dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten. Auf Anfrage von t-online sagt Mirjam Mohr, die Vertriebsvorständin von Interhyp, eines Vermittlers privater Baufinanzierungen, die meisten Käufer hätten damals die Gunst der Stunde genutzt und sich hohe Tilgungsraten gesichert, „sodass die finanzielle Belastung bei Ablauf der Zinsbindung aufgrund der niedrigeren Restschuld im Rahmen bleibt.“ Im Schnitt hätten sich Hauskäufer eine Zinsbindung von 13 Jahren und eine Tilgungsrate von über drei Prozent gesichert, so Mohr.

Trotzdem will die Anschlussfinanzierung gut und vor allem frühzeitig geplant sein. Die Bank oder Sparkasse schickt zwar mindestens drei Monate vor dem Ende der Zinsbindung ein Angebot für eine Anschlussfinanzierung („Prolongationsangebot“). Doch die Verbraucherzentrale warnt davor, dieses ohne nähere Prüfung anzunehmen. Vor allem, wenn der vorgeschlagene Zinssatz deutlich über den marktüblichen Zinsen liege, sollten Kunden erfragen, warum sie im Vergleich zu anderen schlechter gestellt werden. „Sie haben das Recht, eine nachvollziehbare Begründung einzufordern – und in vielen Fällen lassen sich die Bedingungen noch nachverhandeln“, schreibt die Verbraucherzentrale Hamburg.

Das empfiehlt auch Mirjam Mohr von Interhyp: „Da Immobilien in vielen Gegenden seit dem Erwerb an Wert gewonnen haben und Kredite bereits getilgt wurden, sinkt der Beleihungsauslauf in vielen Fällen deutlich.“ Das Risiko der Bank ist also gesunken, weshalb viele Kreditgeber Zinsabschläge gewähren, so Mohr.

Dennoch ist es möglich, dass viele Eigentümer trotz Angebotsvergleichen am Ende schlechtere Konditionen mit höheren Zinsen in der Anschlussfinanzierung hinnehmen müssen. Zinsen von unter zwei Prozent, wie sie in den 2010er Jahren zum Teil üblich waren, gibt es heute nicht mehr. Das bedeutet aber nicht, dass die finanzielle Belastung unbedingt steigen muss. Wer bisher eine relativ hohe Tilgungsrate vereinbart hat, kann nun entscheiden, weniger zu zahlen. Zwar müssen Betroffene dann eine längere Laufzeit in Kauf nehmen, die monatliche Belastung kann dadurch aber spürbar sinken.

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