Christliches Hochfest
Karwoche: Warum feiern wir eigentlich Ostern?
Aktualisiert am 14.04.2025 – 05:55 UhrLesedauer: 3 Min.
Am Ende der Fastenzeit suchen wir Ostereier und entzünden Osterfeuer. Doch warum machen wir das? Und was bedeuten die verschiedenen Festtage? Wir klären auf.
Die Karwoche 2025 beginnt mit dem Palmsonntag am 13. April und findet mit dem Ostersonntag am 20. April ihren Höhepunkt. Alle weiteren Termine können Sie unserer Tabelle entnehmen.
Die Karwoche findet nicht jedes Jahr zur gleichen Zeit statt. So berechnen sich die Termine: Ostersonntag fällt immer auf den ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond, der nach dem 21. März stattfindet. Fällt der Frühlingsvollmond auf einen Sonntag, wird Ostern am darauffolgenden Sonntag gefeiert.
Der erste mögliche Termin für Ostersonntag ist der 22. März, also einen Tag nach dem 21. März. Das letzte mögliche Datum für den Ostersonntag ist der 25. April. Die anderen Feiertage der Karwoche orientieren sich dann an dem Datum. Beispielsweise liegt Karfreitag immer zwei Tage vor Ostersonntag.
Mit dem Gründonnerstag werden die österlichen Feierlichkeiten eingeleitet. Es beginnt das sogenannte „Triduum Sacrum“, die Zeit der heiligen drei Tage. Christen gedenken an diesem Tag des letzten Abendmahls von Jesus mit seinen Jüngern. Zur Feier des Pessachfestes brach er das Brot und verteilte den Wein. Er gab seinen Jüngern den Auftrag, das auch zukünftig in seinem Andenken zu tun. Zu diesem Zeitpunkt wusste Jesus bereits um den kommenden Verrat von Judas Iskariot und seinen baldigen Tod.
Als Zeichen der Nächstenliebe wusch er seinen Jüngern die Füße, was zur damaligen Zeit nur niedrige Bedienstete taten. Er ermahnte sie damit, es ihm gleichzutun und jedem Menschen mit Liebe zu begegnen, ungeachtet der Stellung und Herkunft. Der Gründonnerstag symbolisiert die Verbindung zwischen Christen und Jesus. Die Passion Christi – das Leiden und Sterben Jesu – beginnt mit diesem Feiertag.
Der Karfreitag erinnert an die Leidenszeit und den Tod von Jesus Christus. Gläubige gedenken an diesem Tag der qualvollen Kreuzigung ihres „Erlösers“ auf dem Hügel Golgatha im heutigen Jerusalem. Sie erinnern aber auch daran, dass Jesus freiwillig die Sünden der Welt auf sich genommen hat.
Wie in der Bibel beschrieben, wurde Jesus unter dem Vorwurf der Gotteslästerung von den Hohepriestern angeklagt und vom römischen Statthalter Pontius Pilatus als Unruhestifter verurteilt. Zur Strafe wurde er ans Kreuz genagelt. Damals war die Kreuzigung eine übliche Hinrichtungsmethode.
Für Christen gilt Karfreitag als ein Tag der Buße, des Fastens und des Gebets – weswegen er auch als „stiller Feiertag“ bezeichnet wird. In Deutschland heißt das: Einschränkungen für Musik- und Sportveranstaltungen sowie das umstrittene Tanzverbot in einigen Bundesgebieten. Weitere Informationen zum Karfreitag und in welchen Bundesländern das Tanzverbot gilt, erfahren Sie hier.
Der Karsamstag ist der Tag der Grabesruhe Christi. Osterfeuer und sämtliche festlichen Ostergottesdienste beginnen an diesem Tag der Ruhe. Der Feuerbrauch hat einen germanisch-heidnischen Ursprung und symbolisiert die Sonne als Mittelpunkt des menschlichen Lebens. Die Flammen „begrüßen“ den Frühling und „verabschieden“ den Winter. Weitere Informationen zum Osterfeuer erhalten Sie hier.