Läuft der Betrieb weiter?

Jüdisches Krankenhaus Berlin ist insolvent

05.12.2025 – 16:04 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Jüdische Krankenhaus hat Insolvenz angemeldet (Archivbild): Die Klinikleitung sieht verschiedene Ursachen dafür. (Quelle: Sebastian Christoph Gollnow/dpa/dpa-bilder)

Das Jüdische Krankenhaus Berlin kämpft mit finanziellen Schwierigkeiten. Die Leitung macht die Krankenhausreform und Sparbeschlüsse der Bundespolitik verantwortlich.

Das Jüdische Krankenhaus Berlin hat Insolvenz angemeldet. Die Einrichtung informierte darüber am Freitag in einer Mitteilung.

„Der Patientenbetrieb läuft regulär und vollumfänglich weiter“, teilte das Krankenhaus mit. Das vorläufige Eigenverwaltungsverfahren solle die Klinik zukunftsfähig aufstellen. Medizinische Versorgung und Arbeitsplätze wolle man langfristig sichern. Löhne und Gehälter der Beschäftigten seien im Insolvenzverfahren gesichert.

Die Klinik nennt mehrere Gründe für ihre finanzielle Schieflage. Dazu zählen der Druck durch die Krankenhausreform und aktuelle Sparbeschlüsse der Bundespolitik. Auch Kostensteigerungen bei unzureichend finanzierten Versorgungsleistungen belasten das Budget. Zusätzlich stehen Investitionen für Gebäude und IT-Systeme aus. Ein Wasserschaden im Neubau verschärft die Situation.

Die Vorstandsvorsitzende Brit Ismer erklärte: „Wir stehen wie viele Krankenhäuser in Berlin und im gesamten Bundesgebiet vor großen Herausforderungen: Die strukturellen Veränderungen im Zuge der Krankenhausreform treffen auf eine insgesamt angespannte wirtschaftliche Lage, aus der wir uns nur mit rechtlichen Werkzeugen und Unterstützung von außen lösen können.“

Der Vorstand behält während des vorläufigen Eigenverwaltungsverfahrens die Leitung des Krankenhauses in eigener Hand.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version