
Wichtig beim Backen
Was ist der Unterschied zwischen Vanille und Vanillin?
24.01.2026 – 11:39 UhrLesedauer: 2 Min.
Echte Vanille ist ein teures Gewürz. Die Lebensmittelindustrie hat deshalb einen Ersatz gefunden. Schmeckt er genauso gut?
Sie wollen einen Kuchen backen und diesmal soll er nicht einfach nur ganz okay schmecken, sondern wirklich außergewöhnlich. Also: beste Butter, gute Eier, vielleicht sogar Bio-Mehl. Und dann stehen Sie im Supermarkt vor dem Regal mit den Backzutaten und merken: Da gibt es nicht nur Vanillezucker, sondern auch Vanillinzucker. Klingt ähnlich, ist aber nicht dasselbe. Und spätestens dann stellt sich die Frage: Ist in Vanillezucker wirklich Vanille drin?
Vanillezucker ist grundsätzlich Zucker, der mit echter Vanille aromatisiert wurde. In vielen Produkten steckt dafür zum Beispiel gemahlene Vanilleschote oder Vanilleextrakt. Wer schon einmal „echten“ Vanillezucker verwendet hat, kennt oft auch die kleinen schwarzen Punkte. Das sind Bestandteile der Vanilleschote.
Aber: Wie viel Vanille tatsächlich enthalten ist, hängt vom Hersteller ab. Der Blick auf die Zutatenliste lohnt sich.
Vanillinzucker enthält keine Vanilleschote, sondern Vanillin. Das ist der Aromastoff, der auch in echter Vanille vorkommt. Er wird aber meist synthetisch hergestellt. Der Vorteil: Vanillinzucker ist deutlich günstiger und schmeckt sehr zuverlässig. Der Nachteil: Das Aroma wirkt oft weniger „rund“ und komplex als echte Vanille.
Am einfachsten geht es über die Zutatenliste:
Für viele Standardrezepte reicht Vanillinzucker völlig aus, besonders, wenn ohnehin weitere Aromen im Spiel sind, etwa Kakao oder Zimt. Wer aber einen feinen Geschmack will, etwa bei Vanillekipferln, Pudding, Creme oder Käsekuchen, merkt den Unterschied oft deutlich. Echte Vanille schmeckt wärmer, natürlicher und vielschichtiger.













