Angespannte Wirtschaftslage

Polo beantragt Insolvenz in Eigenverwaltung

19.11.2025 – 12:59 UhrLesedauer: 1 Min.

Das Logo des Biker-Ausstatters Polo. (Archivbild) (Quelle: IMAGO/Joko/imago)

Der Motorradzubehöranbieter Polo hat ein Eigenverwaltungsverfahren eingeleitet. Der Geschäftsbetrieb läuft an allen Standorten weiter.

Wieder trifft es ein Traditionsunternehmen. Polo, ein Anbieter von Motorradzubehör, hat beim Amtsgericht Mönchengladbach ein Insolvenzverfahren beantragt. Das Unternehmen erklärte, der Geschäftsbetrieb werde unter Insolvenzschutz fortgeführt und saniert.

Der Betrieb läuft weiterhin regulär am Standort im nordrhein-westfälischen Jüchen und in allen Filialen. Die Löhne und Gehälter der rund 700 Mitarbeiter in Deutschland sind bis Januar 2026 durch das Insolvenzgeld gesichert. Polo führte die angespannte wirtschaftliche Lage und die Kaufzurückhaltung der Kunden als Gründe für den erhöhten Druck auf die Liquidität an. Trotz guter Umsätze in diesem Jahr sei die finanzielle Situation angespannt.

Die Standorte und Gesellschaften von Polo in der Schweiz und Österreich sind zunächst nicht betroffen. Der Motorradmarkt in Deutschland habe in diesem Jahr einen Rückgang der Neuzulassungen um ein Viertel verzeichnet, was etwa 50.000 Fahrzeuge weniger als im Vorjahr bedeutet.

Polo bietet seit 1980 Motorradbekleidung, Motorradhelme und Motorradzubehör an. Das Sortiment umfasst mehr als 65.000 Artikel. Das Unternehmen war vor fünfzehn Jahren bereits einmal in die Insolvenz gerutscht. Damals leitete ein Finanzinvestor ein drastisches Sanierungsprogramm ein.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version