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Hat Gröpelingen schon wieder eine Rattenplage?

wochentlich.deVon wochentlich.de13 Juni 20243 Min Gelesen
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Hat Gröpelingen schon wieder eine Rattenplage?
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Hat Gröpelingen schon wieder eine Rattenplage?

Gröpelingen scheint mit einer Rattenplage zu kämpfen. Der Stadtteilbeirat fordert zum Handeln auf. Aber: Der Westen Bremens leidet seit Jahren unter dem Problem.

Der Bremer Westen schlägt Alarm: In Gröpelingen mehren sich die Sichtungen von Ratten. Der Stadtteilbeirat glaubt, einen Grund dafür gefunden zu haben: die fehlenden gelben Tonnen. Offenbar sei ein Betreiberwechsel das Problem, dass die Anwohner nicht mehr so einfach an gelbe Tonnen kommen, heißt es in einem Antrag des Beirats vom 3. Juni.

Das Problem: In Gröpelingen liegen die gelben Säcke häufig am Straßenrand. Dort bedienen sich dann Krähen oder eben Ratten an den Speiseresten in den Verpackungen. Gelbe Tonnen würde helfen, kosten aber auch mehr Geld. Allerdings sind sie nur ein Problem. Denn der Bremer Westen kämpft seit Jahren mit der Müll-Thematik. Und somit mit Ratten.

Vor allem illegale Müllentsorgung sei ein großes Thema in dem Viertel. „In diesem Stadtteil ist immer viel zu tun, dort werden besonders viele Ordnungswidrigkeiten wegen illegaler Müllentsorgung ausgesprochen“, sagt Antje von Horn, Pressesprecherin bei der Bremer Stadtreinigung, zum „Weser Kurier“. „Wir sind dort ständig unterwegs, um die Reinigungsfrequenzen anzupassen.“ Doch Anwohner beschweren sich weiter über gelbe Säcke, die falsch befüllt nicht von der Stadtreinigung mitgenommen werden und so am Straßenrand liegen bleiben.

Schon vor sechs Jahren sorgte ein Rattenbefall eines Spielplatzes in Gröpelingnen für Aufsehen. Offenbar war der Platz derart vermüllt, dass sich Ratten dort einnisteten. Noch Jahre später schreibt der Gröpelinger Verein „Kultur vor Ort“: „Der Liegnitzplatz ist oft voller Müll, sodass schon Ratten gesichtet wurden. Kinder können und wollen dort nicht spielen.“ Offenbar bleibt der Platz bei den Nagern beliebt.

Wie groß das Problem in Gröpelingen wirklich ist, kann hingegen auch aufseiten des Gesundheitsamtes keiner sagen. Die frühere Faustformel, nach der eine Ratte pro Einwohner kommt, gilt inzwischen als falsch, berichtet der „Spiegel“. Wie viele Nager derzeit im Westen der Stadt leben, ist deshalb momentan nicht zu beziffern.

Die Anwohner zumindest melden aktuell besonders viele Ratten. Von einem „Beschwerde-Tsunami“ soll ein Sachberater im Ortsamt laut des „Weser Kuriers“ gesprochen haben. Dort sei eine „Explosion der Ratten-Population“ gemeldet worden. Für den Schädlingsbekämpfer Frank Piontek, der den Gröpelinger Gesundheitsausschuss berät, wenig überraschend. Futter würde die Tiere kilometerweit anlocken, die Kanäle seien „Rattenautobahnen“.

In Bremen müssen Rattensichtungen nicht gemeldet werden. Anders als beispielsweise in Hamburg, wo jede Sichtung, ob nun auf privatem oder öffentlichen Grund, sofort dem Institut für Hygiene und Umwelt zu melden ist. In Bremen reicht es, wenn man als Firmeneigner oder Hausbesitzer gegen die Tiere vorgeht, wenn man einen Befall feststellt.

Und auch die Zuständigkeit ist ein Flickenteppich: Wird eine Ratte in der Kanalisation oder am Gully entdeckt, ist mal das Unternehmen Hansewasser, das das rund 2.300 Kilometer lange Bremer Kanalnetz betreibt, zuständig. Oder aber das Amt für Straßen und Verkehr. In Grünanlagen kümmert sich der Umweltbetrieb, auf öffentlichen Grundstücken hingegen das städtische Unternehmen Immobilien Bremen. Immerhin: Wer in Bremen eine Ratte sichtet, kann sich an eine zentrale Stelle wenden – allerdings nur montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr unter 0421 / 361-15551 oder per Mail unter: [email protected]

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