
Nach Kommunalwahlen
Grüne schließen neues Ratsbündnis mit CDU aus
21.11.2025 – 13:14 UhrLesedauer: 2 Min.
Die Verhandlungen um ein neues Kölner Ratsbündnis sind um eine Option ärmer. Am Freitag haben die Grünen eine Zusammenarbeit mit der CDU ausgeschlossen.
Grüne und CDU werden nicht gemeinsam Teil eines neuen Kölner Ratsbündnisses sein. Das teilten beide Parteien am Freitag mit. Zuvor hatten die Grünen, die stärkste Fraktion im Kölner Rat, eine erneute Zusammenarbeit mit den Christdemokraten ausgeschlossen. Zuvor hatten beide Parteien zehn Jahre lang als Bündnispartner die Stadt entscheidend mitgestaltet.
Bereits vor der Entscheidung hatte es Hinweise darauf gegeben, dass die Grünen in einem möglichen neuen Ratsbündnis andere Parteien der CDU vorziehen würden. Nach der Kommunalwahl hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass SPD und Grüne eine Zusammenarbeit eingehen könnten. Beide Parteien brauchen allerdings einen weiteren Partner. Mögliche Optionen waren dabei die CDU, Volt und Linke. Während die Grünen gegenüber der CDU eher skeptisch waren, hätte die SPD um Oberbürgermeister Torsten Burmester ein Bündnis mit den Christdemokraten bevorzugt.
Die Grünen-Parteivorsitzende Kirsten Jahn sagte dem „Kölner-Stadt-Anzeiger: „Die aktuelle Entwicklung in der Kölner CDU – und zuletzt ihr Rückzug aus einer jahrzehntelang erfolgreichen Vereinbarung gegen Rechtsextremismus – macht es für uns nicht möglich, jetzt über ein gemeinsames Ratsbündnis zu sprechen.“ Die CDU hatte sich Mitte November aus dem Bündnis „Köln stellt sich quer“ zurückgezogen, in dem zuvor jahrelang alle demokratischen Parteien Mitglied waren.
Die Kölner CDU reagierte erwartbar kritisch auf die Ankündigung der Grünen. „Dieser Ausstieg der Grünen, bevor die inhaltlichen Sondierungen überhaupt abgeschlossen sind, zeigt, dass es ihnen nicht um die Interessen der Stadt geht“, heißt es in einer Pressemitteilung. Die Kreisvorsitzende Serap Güler sagte: „Es scheint die Absicht der Grünen zu sein, uns durch diese unlautere Vorgehensweise in eine rechtsextreme Ecke zu stellen, in der wir weder sind noch hingehören.“
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