Großeinsatz in Berlin

Sondereinheit „Ferrum“ im Einsatz: Schusswaffen gefunden

19.02.2026 – 17:31 UhrLesedauer: 1 Min.

Berliner Polizisten (Symbolfoto): Eine Einheit der Polizei geht gegen Bandenkriminalität vor. (Quelle: Lilli Förter/dpa/dpa-bilder)

Berliner Ermittler haben drei Lokale im Stadtteil Gesundbrunnen durchsucht und dabei fünf scharfe Schusswaffen sichergestellt. Der Einsatz ist Teil einer größeren Offensive.

Die Polizei hat bei einer Razzia in Berlin-Mitte drei Verdächtige festgenommen und fünf scharfe Schusswaffen samt Munition beschlagnahmt. Bei dem Einsatz am Mittwochabend überprüften die Beamten die Personalien von 37 Personen, wie mitgeteilt wurde. Rund 160 Polizisten kontrollierten drei Lokale im Stadtteil Gesundbrunnen in der Umgebung der Wollankstraße und durchsuchten deren Besucher.

Die Polizei geht bei ihren Ermittlungen von illegalem Waffenbesitz aus. Der Einsatz steht im Zusammenhang mit einer Serie von Schusswaffenvorfällen in der Stadt seit dem vergangenen Jahr. Nach Einschätzung der Polizei handelt es sich dabei um Revierkämpfe im Bereich der Drogenkriminalität sowie um Drohungen und Erpressungen von Geschäftsleuten.

Die im November gegründete Sondereinheit „Ferrum“ (deutsch: Eisen) im Landeskriminalamt führt regelmäßig umfangreiche Razzien in Bars, Restaurants und an bekannten Treffpunkten von Kriminellen durch. Die Spezialeinheit soll gezielt gegen die bewaffnete Bandenkriminalität in der Hauptstadt vorgehen.

Bislang hat die Sondereinheit beachtliche Erfolge erzielt. Die Beamten beschlagnahmten insgesamt 18 scharfe Schusswaffen und mehr als 190 Schuss Munition. Zudem stellten sie 10 Schreckschusswaffen und 50 sonstige Waffen sicher, darunter Messer, Baseballschläger und Elektroimpulsgeräte. Die Polizei leitete 260 Strafermittlungen ein und erwirkte 12 Haftbefehle.

Share.
Leave A Reply

Exit mobile version