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Lifestyle

Greenwashing bei Aldi, Lidl & Co: Werbung widerspricht Klimaversprechen

wochentlich.deBy wochentlich.de22 Januar 2026Keine Kommentare2 Mins Read
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Greenwashing bei Aldi, Lidl & Co: Werbung widerspricht Klimaversprechen
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Greenwashing-Vorwurf

Aldi, Lidl, Edeka und Rewe: Täuschen sie bei der Werbung?


22.01.2026 – 10:09 UhrLesedauer: 2 Min.

Vergrößern des Bildes

Werbeprospekte von Edeka, Rewe und Penny: Nicht immer stimmen die Unternehmensdarstellung und die Werbung überein. (Quelle: via www.imago-images.de/imago)

Supermärkte wollen gesünder und klimafreundlicher werden – doch ihre Werbung zeigt ein anderes Bild. Eine Foodwatch-Analyse wirft Aldi, Rewe & Co. Greenwashing vor.

Viele Handelsketten werben damit, sich für eine umweltfreundlichere Ernährung einzusetzen – etwa durch die „Planetary Health Diet“ oder den „Veganuary“. Doch eine aktuelle Analyse der Verbraucherorganisation Foodwatch zeigt, dass die Praxis anders aussieht.

Für ihre Analyse hat die Verbraucherorganisation Foodwatch die Werbeprospekte großer Handelsketten ausgewertet. Das Ergebnis: Bei vielen Anbietern lag der Anteil tierischer Produkte an den beworbenen Lebensmitteln bei bis zu 80 Prozent.

Besonders kritisch sieht Foodwatch die Diskrepanz zwischen offiziellen Unternehmenszielen und der tatsächlichen Werbepraxis. Denn fast alle Handelsketten bekennen sich öffentlich zur sogenannten „Planetary Health Diet“. Dieser Speiseplan, entwickelt von der internationalen EAT-Lancet-Kommission, empfiehlt, etwa 80 Prozent der täglichen Kalorien zum Schutz von Gesundheit und Umwelt aus pflanzlichen Quellen zu beziehen.

Davon sei in den Werbeaktionen jedoch wenig zu sehen, so Foodwatch:

Laut Foodwatch stehen diese Zahlen in starkem Gegensatz zu den formulierten Nachhaltigkeitszielen der Unternehmen. Die Organisation kritisiert daher, dass die Versprechen von Aldi, Rewe & Co. kaum konkrete Auswirkungen auf die Werbung haben – also dort, wo Verbraucher erreicht werden.

Ein zentrales Problem sei auch die Reichweite der Werbeprospekte: Trotz digitaler Angebote greifen laut einer Studie aus dem Jahr 2024 rund 79 Prozent der Verbraucher wöchentlich zu den gedruckten Handzetteln, um sich über Sonderangebote zu informieren.

Angesichts der Ergebnisse fordert Foodwatch die Handelsunternehmen auf, mehr pflanzliche Produkte in ihren Prospekten zu bewerben und Sonderangebote entsprechend anzupassen. Zusätzlich solle die Bundesregierung die Mehrwertsteuer auf pflanzliche Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte streichen, um eine gesunde und klimafreundliche Ernährung zu fördern.

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