
„Psychedelic Rock“ geprägt
Grateful-Dead-Mitbegründer Bobby Weir ist tot
11.01.2026 – 02:03 UhrLesedauer: 2 Min.
Der Musiker Bobby Weir ist im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Familie des Grateful-Dead-Gitarristen gab den Tod bekannt.
Der US-amerikanische Musiker Bobby Weir ist gestorben. Wie auf seiner offiziellen Webseite mitgeteilt wurde, ist der Gitarrist und Sänger im Alter von 76 Jahren im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen. Er hatte zuvor eine Krebserkrankung überstanden, erlag jedoch anhaltenden Lungenproblemen.
Bobby Weir war Gründungsmitglied der legendären Band Grateful Dead und galt als prägende Figur der amerikanischen Rockmusik. In der Mitteilung heißt es: „Bobby wird für immer eine leitende Kraft bleiben, dessen einzigartige Kunst die amerikanische Musik neu geprägt hat.“ Über sechs Jahrzehnte war er als Musiker unterwegs und trat zuletzt noch im Sommer 2023 bei einem dreitägigen Konzert im Golden Gate Park in seiner Heimatstadt auf.
Laut der Mitteilung war die Krebserkrankung im Juli 2023 diagnostiziert worden. Nur wenige Wochen später stand Weir dennoch erneut auf der Bühne – ein Auftritt, der in der Mitteilung als „nicht Abschied, sondern Geschenk“ beschrieben wird. Die Familie betont, Weirs letzte Monate hätten denselben Geist getragen, der auch sein Leben geprägt habe.
Zum Abschluss bittet die Familie um Privatsphäre. Sie bedankt sich zugleich für die weltweite Anteilnahme. Auf der Webseite heißt es: „Möge dieser Traum durch zukünftige Generationen von Dead Heads weiterleben.“
Grateful Dead wurde 1965 im kalifornischen Palo Alto gegründet. Die Band entstand aus der Folk- und Bluesszene rund um San Francisco. Neben Bobby Weir gehörten Jerry Garcia, Ron „Pigpen“ McKernan, Phil Lesh und Bill Kreutzmann zur Urbesetzung. Grateful Dead wurde schnell zur musikalischen Stimme der Hippie-Bewegung und prägte den sogenannten „Psychedelic Rock“.
Die Band war bekannt für ihre ausgedehnten Live-Auftritte und Improvisationen. Mit Songs wie „Truckin’“, „Casey Jones“ oder „Touch of Grey“ erreichten sie Kultstatus. Ihre Konzerte wurden nicht nur wegen der Musik, sondern auch wegen der Gemeinschaft der „Dead Heads“ legendär – Fans, die der Band über Jahrzehnte treu folgten und sie auf Tour begleiteten. Die Band löste sich 1995 nach dem Tod von Jerry Carcia auf.



