Zinssorge schwinden: Wall Street und DAX gehen fester ins Wochenende — Kryptobörse FTX.com offiziell insolvent — Daimler Truck optimistisch — Aurora Cannabis, Bayer im Fokus | Nachricht

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Deutsche HVPI-Inflation klettert auf 11,6 Prozent. Salzgitter mit verhaltenem Ausblick auf 2023. Richemont verbucht hohen Halbjahresverlust. Jungheinrich verbessert Umsatz und Gewinn. CEWE mit schwarzen Zahlen. Stabilus übertrifft Erwartungen im Geschäftsjahr. Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen deutlich gestiegen. RWE ist bei Offshore-Wind-Ausschreibung erfolgreich. Neuer Twitter-Eigentümer Elon Musk schließt Insolvenz nicht aus.

Am deutschen Aktienmarkt setzte sich die Kursrally am Freitag fort.

So eröffnete der DAX mit einem Gewinn und baute diesen anschließend noch aus. Er verabschiedete sich letztlich 0,56 Prozent stärker bei 14.224,86 Punkten. Der TecDAX kletterte anfänglich, gab zeitweise jedoch leicht nach, konnte zum Handelsschluss jedoch wieder zulegen. Sein Schlussstand: 3.089,31 Zähler (+0,7 Prozent).

Nachdem eine unerwartet deutliche Abschwächung der Teuerung in den USA am Vortag eine Rally über die 14.000-Punkte-Marke ausgelöst hatte, blieb die Stimmung am Freitag weiter freundlich. Laut dem Marktbeobachter Stephen Innes von SPI Asset Management schürten die US-Verbraucherpreise die Hoffnung unter den Anlegern, dass die US-Notenbank Fed ihre aggressiven Zinserhöhungen abmildern kann. Anleger interpretierten die abgeschwächte Inflationsrate als einen bedeutenden Wendepunkt.

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Die europäischen Börsen setzten am Freitag ihre Erholung fort.

So startete der EURO STOXX 50 höher und stand auch im weiteren Handelsverlauf klar im Plus. Er beendete den Tag mit einem Aufschlag von 0,57 Prozent bei 3.868,50 Punkten.

Erleichterung herrschte seit Donnerstag darüber, dass die US-Verbraucherpreise zuletzt weniger als erwartet gestiegen sind. Nun hoffen die Anleger auf ein baldiges Ende der aggressiven Zinserhöhungen.

Ein weiterer Impuls kam zudem aus China, wo die restriktiven Coronamaßnahmen etwas gelockert werden. Zwar sei dies noch nicht der große Wurf und eine Abkehr der Null-COVID-Politik, aber ein Schritt in die richtige Richtung, hieß es im Handel.

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Am Freitag bewegten sich die US-Börsen erneut in höhere Regionen.

Der Dow Jones schaffte ein kleines Plus und legte letztlich um 0,10 Prozent auf 33.747,86 Punkte zu, nachdem er den Großteil des Handels zuvor im Minus verbracht hatte. Der NASDAQ Composite zeigte sich hingegen ausgesprochen freundlich und verteuerte sich zum Handelsschluss um 1,88 Prozent auf 11.323,33 Zähler.

Hoffnungen rund um eine weniger strikte Geldpolitik seitens der US-Notenbank Fed hat die Börsen auch am Freitag höher getragen. Gefragt waren insbesondere Tech-Werte. Des weiteren stützten Meldungen, die strengen Corona-Restriktionen in China würden gelockert.

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Die Börsen in Fernost entfalteten am Freitag ein regelrechtes Kursfeuerwerk.

In Tokio schloss der japanische Leitindex Nikkei mit einem Gewinn von 2,98 Prozent bei 28.263,57 Indexpunkten.

Auch in China griffen die Anleger beherzt zu. Auf dem chinesischen Festland kletterte der Shanghai Composite bis Handelsende um 1,68 Prozent auf 3.087,29 Einheiten. In Hongkong legte der Hang Seng sogar um 7,74 Prozent auf 17.325,66 Einheiten zu.

Die Hoffnung auf langsamere Zinserhöhungen der US-Fed versetzte wie schon zuvor schon in Europa und den USA auch die asiatischen Anleger in gute Stimmung. Auslöser waren die jüngsten US-Inflationsdaten, die zwar erneut einen deutlichen, aber doch klar geringeren Anstieg zeigten, als die Marktteilnehmer befürchtet hatten. Das stützt die Hoffnung, dass der Inflationshöhepunkt endgültig überschritten ist mit entsprechenden günstigen Folgen für die US-Geldpolitik.

Zusätzlichen Rückenwind lieferte im Handelsverlauf die Nachricht, dass China seine Pandemiekontrollen lockert, worüber schon länger spekuliert wurde. Dadurch sollen die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum und das Leben der Menschen minimiert, sowie die Grenzen des Landes für ausländische Besucher weiter geöffnet werden.

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