Kaufland: Kundin stinksauer bei Sonderangebot – „eine Frechheit!“

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Das Kaufland-Logo im Potsdamer Hauptbahnhof: Einige Kundinnen beschwerten sich bei Kaufland über ein Sonderangebot.

Mehl, Zucker, Speiseöl, Butter – in einigen Supermarkt-Filialen werden bereits wieder die Verkäufe von einzelnen Produkten beschränkt, damit keine Lücken in den Regalen entstehen. Einer Kundin ist dieses Vorgehen nun bei Kaufland sauer aufgestoßen. 

Die Lebensmittel des täglichen Bedarfs werden immer teurer, die Inflation führt dazu, dass die Kundinnen und Kunden in den Supermärkten und Discountern immer weniger für ihr Geld im Einkaufswagen haben.

Die Teuerung macht auch vor der Butter nicht Halt – steigende Futtermittelpreise und hohe Energiepreise führen dazu, dass die Kundschaft auch für Milchprodukte immer tiefer in die Tasche greifen muss. Und das schon seit Monaten: Bereits im Frühjahr kostete ein Stück Markenbutter bei einigen Händlern mehr als 3 Euro. 

Kaufland: Kundin sieht Schild und ist stinksauer – „Könnt ihr behalten!“

Kein Wunder, dass einige Sonderangebote da bei vielen Kundinnen und Kunden besonders beliebt werden – beispielsweise bei Kaufland. Dort wurde die Markenbutter für 1,99 Euro für 250 Gramm angeboten – und fand so reges Interesse, dass die Filiale ihr Angebot beschränken musste.

In mehrere Filialen wurden Schildchen aufgestellt, die besagten: „Abgabe nur in haushaltsüblichen Mengen“. Bei Kaufland bedeutete das im Klartext: maximal ein Päckchen Butter pro Einkauf. Eine Einschränkung, die nicht jedem gefiel, wie einige Beschwerden auf der Facebook-Seite des Supermarktes belegen. 

Die Kundin einer Kaufland-Filiale in Duisburg etwa fotografierte das Schildchen ab, postete es auf die Community-Seite des Unternehmens und schrieb dazu: „Und wenn ich dann im Winter Plätzchen backen will, muss ich mehrmals einkaufen gehen, um ausreichend Zutaten zu haben? Könnt eure eine Butter behalten!“ 

Kaufland: Kundin ist stinksauer – „das ist eine Frechheit“

Eine weitere Kundin beschwerte sich über die Einschränkung bei Kaufhaus in Altenessen (Essen): „Wie kann es sein, dass man nur ein Paket Butter bekommt? Wer legt fest, was haushaltsüblich ist? Haben Sie schonmal eine Buttercreme Motiv oder 3D Torte gebacken? Allein für die mindestens zwei verschiedenen Buttercremesorten brauche ich vier Pakete. Das ist eine Frechheit, da mit einem Paket anzukommen.“

Man könne auch nicht wirklich auf Alternativen für weitere Butter zugreifen, wenn man sich ein Päckchen nimmt, denn jede Butter schmecke anders. „Da sollte man schon ein bisschen nachdenken, um den Kunden gerecht zu werden und nicht zu verärgern.“ Schließlich bräuchten die einen mehr und die anderen weniger. „Da verliert ihr massig Kunden, die sich da veräppelt fühlen.“

So wie andere Supermärkte reagiert auch das Social-Media-Team von Kaufland geduldig auf die Beschwerden: Bei der Butter handele es sich um einen Angebotsartikel, der verfügbar sei, solange der Vorrat reiche, heißt es in der Erklärung. Aus Solidarität gegenüber der Kundschaft gebe es daher eine festgesetzte Abgabemenge. Und diese sei filialgebunden. „Wir verstehen deinen Unmut und hoffen, dass du Alternativen gefunden hast. Wir bitten um dein Verständnis.“

Fest steht: Die Vorweihnachtszeit steht vor der Tür – und damit auch die Nachfrage nach Butter, Mehl, Milch & Co. Gut möglich, dass der Druck auf die Supermärkte und Discounter noch einmal ordentlich zunehmen wird und es vermehrt Abgabebeschränkungen in einzelnen Filialen geben wird. (mg)