Enttäuschendes Ergebnis: Schwacher PC-Absatz setzt Microsoft zu

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Enttäuschendes Ergebnis

Schwacher PC-Absatz setzt Microsoft zu

Der Einbruch im PC-Markt und die schwächelnde Nachfrage nach Unternehmenssoftware und Cloud-Dienstleistungen bremsen das Wachstum von Microsoft im zweiten Geschäftsquartal deutlich aus. Trotz verfehlter Erwartungen sehen Analysten nicht völlig schwarz.

Ein Rekordeinbruch der PC-Absätze brockt Microsoft das geringste Wachstum seit Jahren ein. Ein überraschend hoher bereinigter Quartalsgewinn zerstreute am Dienstag allerdings die Furcht vor einem Kollaps der US-Technologiebranche, die in Erwartung einer Rezession in den vergangenen Monaten mehr als 150.000 Beschäftigte vor die Tür gesetzt hat.

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Der Umsatz des Software-Konzerns stieg den Angaben zufolge im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2022/2023 um zwei Prozent auf 52,7 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 52,94 Milliarden Dollar gerechnet. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag allerdings mit 2,32 Dollar je Aktie drei US-Cent höher als erwartet. Microsoft-Titel stiegen daraufhin nachbörslich an der Wall Street um vier Prozent.

Er bezweifle jedoch, dass Microsoft auf Basis dieses verlangsamten Wachstums die Ziele für das Geschäftsjahr bekräftigen werde, kommentierte Analyst Brent Thill von der Investmentbank Jefferies. Der Beratungsfirma Gartner zufolge ging der weltweite Absatz von Laptops und Desktop-PCs, der während der Corona-Pandemie geboomt hatte, zum Jahresende 2022 um fast 29 Prozent zurück. Dies schlug sich bei Microsoft in der Sparte Personal Computing, zu der das Betriebssystem Windows gehört, mit einem Umsatzminus von 19 Prozent auf 14,2 Milliarden Dollar nieder.

Besser lief es für das zukunftsträchtige Cloud-Geschäft, das wie erwartet um 31 Prozent wuchs. Allerdings ist dies der geringste Zuwachs seit 2015. Damals wurden die Zahlen für diesen Geschäftsbereich erstmals separat aufgeschlüsselt. Börsianer werteten aber positiv, dass Microsofts “Azure” dem Rivalen Amazon Web Services (AWS) Marktanteile abjagen konnte. Gleiches galt für das Bekenntnis des Microsoft-Chefs Satya Nadella zur Weiterentwicklung Künstlicher Intelligenz (KI). Sein Konzern hatte am Montag angekündigt, sein Engagement bei OpenAI, dem Anbieter der KI-Software ChatGPT, auszubauen. Früheren Medienberichten zufolge lässt sich Microsoft dies zehn Milliarden Dollar kosten.

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