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Die Staatsanwaltschaft in Istanbul hat am Freitag im Zusammenhang mit einem Wettskandal, der die Türkei erschüttert, Haftbefehle gegen Dutzende Fußballspieler und Funktionäre erlassen.

Zu den Personen, die bei Razzien der Polizei am frühen Morgen festgenommen wurden, gehörten Spieler führender Vereine der Türkei, darunter Yandaş von Fenerbahçe und Metehan Baltacı vom nationalen Meister Galatasaray.

Der türkische Fußballverband gab im Oktober bekannt, dass er gegen mehr als 150 Schiedsrichter in Profiligen wegen angeblicher Wetten auf Fußballspiele ermittelt.

Die Untersuchung weitete sich bald auf Spieler, Administratoren, Fernsehkommentatoren und andere Personen aus dem Sport aus.

Im vergangenen Monat wurden mehr als 100 Profispieler – darunter 25 aus der höchsten Spielklasse Süper Lig – vorübergehend gesperrt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul erließ am Freitag Haftbefehle gegen 46 Verdächtige.

Das Büro teilte am Freitag mit, dass bereits 35 Personen festgenommen worden seien, darunter der Vorsitzende von Ankaraspor, der stellvertretende Vorsitzende von Antalyaspor und der ehemalige Vorsitzende von Adana Demirspor.

Der ehemalige Schiedsrichter und Kommentator Ahmet Çakar und der derzeitige Schiedsrichter Zorbay Küçük wurden ebenfalls festgenommen, berichtete die Nachrichtenagentur DHA.

Finanzielle Unregelmäßigkeiten

In einer Erklärung sagten die Staatsanwälte, dass Baltacı, der zuvor für nationale Jugendmannschaften spielte, Wetten auf die Spiele seiner eigenen Mannschaft abgeschlossen habe. Yandaş hat seine Wetten angeblich über jemand anderen platziert.

Sieben Personen, darunter Çakar und Küçük, wurden festgenommen, nachdem auf ihren Bankkonten „verdächtige Finanztransaktionen“ festgestellt wurden.

Alle Verdächtigen seien auf der Grundlage eines Gesetzes zur Verhinderung von Unruhen im Sport festgenommen worden, heißt es in der Erklärung weiter.

Das Gesetz stellt die Manipulation von Sportwettkämpfen unter Strafe. Die Strafe beträgt ein bis drei Jahre Haft, die erhöht werden kann, wenn die Straftat im Zusammenhang mit Wettmärkten steht, Funktionäre betrifft oder professionelle Ligen betrifft.

Gemäß den weltweiten und europäischen Fußballbestimmungen ist es Spielern, Schiedsrichtern und Vereinsfunktionären verboten, auf Spiele jeglicher Spielstärke zu wetten.

Der türkische Fußballverband hat versprochen, den Sport zu bereinigen, und Präsident Ibrahim Hacıosmanoğlu sagte, er werde ihn vor „Skandal, Verfall und korrupten Beziehungen“ schützen.

Zusätzliche Quellen • AP

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