
Der Brasilianer verteidigt aber seine Wahl: Er argumentiert, dass Nachhaltigkeit in der traditionellen Küche aus dem Amazonas verankert sei. „Wir essen, was uns die Wälder geben, was uns die Flüsse geben“, sagte Jennings, der Gastronomie-Botschafter der Vereinten Nationen ist. „An manchen Tagen essen wir Fisch, an anderen Tagen Nüsse und Açai“, fügte er hinzu. „Auch das ist nachhaltig.“
Als Beispiel dient der Fisch, um den es ging. Laut „New York Times“ gilt der Pirarucu als eine Erfolgsgeschichte. Der prähistorische Fisch, der bis zu 200 Kilogramm schwer werden kann, war noch vor wenigen Jahrzehnten vom Aussterben bedroht, da Wilderer die Flüsse nach diesem lukrativen Fisch durchkämmten. In den vergangenen Jahren ist es jedoch vielen Gemeinschaftsprojekten im Amazonasgebiet gelungen, die Überfischung einzudämmen und nachhaltigere Lieferketten für Pirarucu zu schaffen. Dieser Fisch aus nachhaltiger Fischerei wird dann an Kunden wie Jennings verkauft, der ihn in seinen drei Restaurants in Brasilien anbietet.
Zwar wird er nicht für Prinz Andrew kochen dürfen, auf Einladung von Präsident Luiz Inácio Lula wird er aber für einen Empfang der chinesischen und norwegischen Delegation während der Preisverleihung engagiert. Eines verspricht er: „Bei allem Respekt, es wird Fisch geben“.












