
Basejump-Abenteuer wird zum Überlebenskampf
Feuerwehrmann aus Rio stürzt 850 Meter in die Tiefe
11.09.2025 – 08:47 UhrLesedauer: 2 Min.
Ein unerfahrener Basejumper wagt den Sprung von einem mehrere hundert Meter hohen Felsen. Doch kurz nach dem Absprung befindet er sich in akuter Lebensgefahr.
Ein Feuerwehrmann aus Rio de Janeiro ist bei einem missglückten Basejump-Sprung schwer verletzt worden. Das Unglück ereignete sich bereits Mitte August – Ende des Monats meldete sich der 40-jährige Carlos Souto Maior in der brasilianischen Zeitung „G1“ zu Wort.
„Ich bin einfach nur dankbar. „Obwohl ich mir mehrere Knochen gebrochen habe, hätte etwas viel Schlimmeres passieren können“, sagte Maior.
Was genau war passiert? Maior gilt als erfahrener Fallschirmspringer, gibt auf seinem Instagram-Profil immer wieder Einblicke in seine waghalsigen Sprünge. Doch am 13. August setzte er zu einer anderen Herausforderung an: einem Basejump. Dabei erfolgt der Sprung im Gegensatz zum klassischen Fallschirmsprung von einem festen Objekt aus, in diesem Fall einem Felsen. Die Schwierigkeit: Der Sportler hat nur wenig Zeit, den Fallschirm zu öffnen.
Maior filmte sich selbst bei dem Sprung – und veröffentlichte die dramatischen Sekunden auf Instagram. Zu sehen ist, wie der 40-Jährige versucht, seinen Fallschirm zu öffnen. Doch plötzlich gerät die Situation außer Kontrolle: Der Fallschirm verheddert sich, Maior kracht mehrfach gegen den Felsen, stürzt insgesamt rund 850 Meter in die Tiefe. Schließlich schlägt er auf dem Boden auf. Auf dem Video ist zu hören, wie Maior vor Schmerzen stöhnt.
Maior sagte „G1“, er sei die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen und habe selbstständig einen Notruf absetzen können. Mit mehreren Knochenbrüchen kam er ins Krankenhaus, erholt sich bis heute von den Folgen. „Ich hätte im Rollstuhl landen können“, sagte Maior. Er sei „einfach dankbar, am Leben zu sein“.
Maior hatte erst einen Tag vor dem Unfall seinen 40. Geburtstag gefeiert. Der Basejump-Sprung sei erst sein sechster gewesen, kurz vorher habe er von seinem Ausbilder noch eine Einweisung bekommen. In seinem Hauptberuf ist Maior als Feuerwehrmann tätig und bewacht als Rettungsschwimmer Badestrände in Rio de Janeiro. Der Zeitung „G1“ sagte er: „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ich wieder Menschen am Strand retten werde.“













